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Deutschkenntnisse als Schlüssel zum beruflichen Erfolg

100311_ZertifikateFulda. Menschen mit Migrationshintergrund haben es besonders schwer, eine Stelle am Arbeitsmarkt zu finden. Der Grund sind häufig mangelhafte oder fehlende Deutschkenntnisse. Zur berufsbezogenen Sprachförderung bietet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Qualifizierungsmaßnahmen an, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert werden. Seit dem vergangenen Jahr ist die Volkshochschule des Landkreises Fulda Projektträger für Maßnahmen zur sprachlichen und berufsfeldbezogenen Qualifizierung von Menschen mit  Migrationshintergrund in einem Fördergebiet, das neben dem Landkreis und der Stadt Fulda auch den Vogelsbergkreis sowie den Landkreis und die Stadt Gießen umfasst. Sie arbeitet dabei mit dem Bildungsverein Kreidekreis, der Grümel gGmbH sowie den Volkshochschulen der Stadt Fulda und des Landkreises Gießen zusammen.

Die Teilnehmer einer ersten Qualifizierungsmaßnahme, die im August 2009 begonnen hatte, bekamen bei einer Feierstunde im Bildungsverein Kreidekreis ihre Abschlusszertifikate vom Fuldaer Landrat Bernd Woide überreicht. Die Maßnahme umfasste 730 Unterrichtsstunden und untergliederte sich in die Bereiche berufsbezogene Sprachförderung, Mathematik und EDV, theoretischer Unterricht sowie Praktikum. Der Unterricht fand an fünf Vormittagen in der Woche beim Bildungsverein Kreidekreis und bei Grümel statt.

An der Maßnahme nahmen zwanzig Personen aus verschiedenen Herkunftsländern teil, die zuvor auf ihr Sprachniveau getestet und von der Agentur für Arbeit in Fulda sowie vom Amt für Arbeit und Soziales des Landkreises Fulda vorgeschlagen worden waren. Bei der Durchführung der Qualifizierungsmaßnahme nahmen die Kooperationspartner unterschiedliche Aufgaben wahr. So zeichnete der Bildungsverein Kreidekreis eher für die sprachfördernden und die Grümel gGmH für die praktischen Inhalte verantwortlich.

100311_Sprachfoerderung 100311_BerufLandrat Woide gratulierte den Absolventen zur erfolgreichen Teilnahme. Sie hätten sich einer Herausforderung gestellt und durchgehalten. Das Bohren dicker Bretter habe sich gelohnt, so dass sie sich jetzt mit besseren Voraussetzungen um einen Ausbildungs- beziehungsweise Arbeitsplatz bemühen könnten, wobei sie auch weiter auf Unterstützung bei der Berufswahl zählen dürften. „Die Betriebe in der Region brauchen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich auf Deutsch verständigen können.“

Die Geschäftsführerin des Bildungsvereins Kreidekreis, Angelika Möller, begrüßte die Anwesenden. Ihr besonderer Dank galt Gesamtprojektleiterin Heidemarie Franzmann, dem Leiter der Volkshochschule des Landkreises Fulda, Michael Friedrich, Geschäftsführerin Jutta Diel von Grümel sowie Markus Olsinger als Vertreter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Die Kursteilnehmerinnen Anna Krauter, Ishak Wafaa und Yildiz Süleybe hatten eine Präsentation mit Bildern von der Maßnahme vorbereitet.

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