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„Wo, wie und wann lobst du Gott in deinem Alltag?“ Weltgebetstag der Frauen in Fulda-Neuenberg und in Hosenfeld

100310_KinderFulda. So fragten die Frauen im Weltgebetstagsgottesdienst in der St. Andreaskirche in Fulda-Neuenberg mit Worten, die ihnen die Schwestern im Glauben aus Kamerun liehen. Etwa 30 Ehrenamtliche aus der evangelischen Kreuzkirche und St. Andreas hatten den Gottesdienst vorbereitet. Kamerun wurde in Texten und Bildern als vegetativ reiches Land vorgestellt. Problematisch sei aber die hohe Rate von Kinderarbeit, gerade unter Mädchen, daraus resultierend mangelnde Bildung und leider auch Prostitution.

Die Geschichte von Paulus und Silas im Gefängnis wurde als Hoffnungsbeispiel für die Situation der Kameruner Frauen gesehen. Der Glaube und das Gotteslob befreie, zeigten Frauen in einem pantomimischen Anspiel. Die Lieder wurden von der Musikgruppe „Geist und Sendung“ begleitet. Der Gemeinde waren vorher Rasseln zur Begleitung verteilt worden. Selbst ein gemeinsamer Tanz mit der versammelten Welgebetstagsgemeinde konnte Gottes Größe loben.

Ein Team von Ehrenamtlichen gestaltete parallel ein kreatives Kinderprogramm, sie präsentierten der Gemeinde im Anschluss einen Lob- und Dankbaum. Die achtjährige Berit sagte: „Es hat richtig Spaß gemacht!“ Die Kollekte sollte ein Zeichen der weltweiten Verbundenheit der Christen sein, so die Frauen des WGT-Teams. Im Anschluss konnten alle noch regionale afrikanische Köstlichkeiten im Gemeinderaum genießen.

100310_Tanz 100310_MitarbeiterinnenAuch in Hosenfeld hatten evangelische und katholische Christen in der Pfarrkirche St. Peter und Paul Gottesdienst gefeiert. Erstmals gab es hier dieses ökumenische Angebot zu dem etwa 250 Besucherinnen aller Generationen kamen. Hosenfeld gehört evangelischerseits größtenteils zur Kreuzkirche nach Fulda. Besonders stimmungsvoll war der afrikanische Chor, der die Christen zum Mitsingen, Klatschen und Rasseln animierte.

103010_Organisatorinnen 100310_AfrikaEs handelte sich dabei um Studierende der Hochschule Fulda, die noch dazu alle aus dem Gastgeberland Kamerun stammten. Die Organisatorinnen, Sigrid Erb und Christa Sangl, die die Hauptverantwortung trugen, waren begeistert, wie die Menschen in Hosenfeld dieses Ereignis angenommen hatten. Im anschließenden Beisammensein im Pfarrheim bei Bananen-Curry-Suppe oder Suppe mit Chili und Süßkartoffeln überlegte man schon gemeinsam, dass nächstes Jahr unbedingt wieder ein Gottesdienst in Hosenfeld stattfinden solle.

Ja, es sei auch ein großartiges Zeichen der ökumenischen Verbundenheit, fanden alle, unter ihnen auch Pater Robert und Pfarrer Stefan Bürger, der es sich nicht entgehen ließ, auch in Hosenfeld „seine“ Ehrenamtlichen zu begleiten und wertzuschätzen.

Fotos: Stefan Bürger

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