Fulda. Die Sportförderung des Landkreises Fulda wird ihren hohen Stellenwert behalten. Diese Zusicherung gab Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld dem Vorstand des Sportkreises Fulda mit dem neu gewählten Sportkreisvorsitzenden Martin Schäfer an der Spitze. In Begleitung der stellvertretenden Vorsitzenden Doris Herscu und Kassenwart Wolfgang Möller war Schäfer zum Meinungsaustausch ins Kreishaus gekommen.
Zwar werde man sich von Kreisseite angesichts der aktuellen Haushaltslage bei der Bezuschussung von größeren Investitionen eine gewisse Zurückhaltung auferlegen müssen, sofern solche Maßnahmen überhaupt geplant seien, nachdem die Sportvereine im Landkreis weit überdurchschnittlich von den Förderprogrammen der letzten Jahre profitiert hätten. „Wir wollen aber alles tun, um für weiteres ehrenamtliches Engagement demotivieren könnte“, betonte der Sportdezernent des Landkreises Fulda.
Die Einschätzung des Ersten Kreisbeigeordneten, dass das eigentliche Problem der Vereine nicht fehlende oder sanierungsbedürftige Sportstätten sondern ausgedünnte Personalressourcen seien, teilte Sportkreisvorsitzender Schäfer. Der Sportkreis bemühe sich, diesem Trend durch gezielte Angebote zur Gewinnung und Qualifizierung von Übungsleitern entgegen zu wirken. Man müsse aber zur Kenntnis nehmen, dass es gesellschaftliche Veränderungen gebe, die den Sport mit beeinflussten.
Ein Beispiel sei die steigende Zahl von Ganztagsschulen, was dazu führe könne, dass wegen der zunehmenden zeitlichen Belastung von Kindern und Jugendlichen die Trainingsbeteiligung sinke. Die Vereine sollten versuchen, hierauf mit speziellen Sportangeboten in den Schulen am Nachmittag zu reagieren. Nach Aussage der stellvertretenden Sportkreisvorsitzenden Herscu bereite es wegen der Berufstätigkeit von Frauen Schwierigkeiten, Übungsleiterinnen gerade für das Kinderturnen zu finden.
Als hoffnungsvolles Zeichen wertete Erster Kreisbeigeordneter Wingenfeld, dass der Sportkreis Zuwächse bei den 15- bis 18-jährigen verzeichne. Vorsitzender Schäfer bedankte sich für die stets großzügige Unterstützung durch den Landkreis. Jeder Euro, der in den Sport fließe, sei gut angelegt und komme auch anderen gesellschaftlichen Bereichen zu Gute. Den Vereine werde ein Spagat zwischen sozialpolitisch wünschenswerten niedrigen Mitgliedsbeiträgen und steigenden Aufwendungen abverlangt.