Fulda, Freiburg. In den Medien erfährt Chile nach dem Erdbeben längst nicht den Grad der Aufmerksamkeit, mit dem die Geschehnisse auf Haiti verfolgt wurden. Dabei sind auch in Chile rund 1,5 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen, die ihre Häuser und damit allen Besitz und ihre gesamte Existenzgrundlage verloren haben. „Was wir jetzt am meisten brauchen, sind Zelteâ€, sagt Juan Cristobal Precht, der Katastrophenkoordinator der Caritas Chile. Allerdings haben diese Zelte mit jenen, die gerade in Haiti in Massen aufgestellt werden, nur den Namen gemein. „In Haiti regnet es bei plus 27 Grad. Hier in Chile regnet es bei minus vier Gradâ€, macht Juan Precht den Unterschied deutlich.
„Chile ist zwar ein wirtschaftlich entwickelteres und damit wohlhabenderes Land als Haiti“, erläutert Fuldas Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch, „dieser Reichtum ist jedoch sehr ungleich verteilt. Viele Menschen haben daran gar keinen Anteil. Und bei Schäden dieses Ausmaßes – 500.000 Häuser sind dem Erdboden gleich gemacht! – ist Chile trotz der besseren wirtschaftlichen Ausgangslage allein einfach überfordert. Christliche Solidarität ist gefragt. Die Caritas im Bistum Fulda bittet daher um Spenden, damit den Bedürftigen in Chile die notwendige Hilfe zu Teil werden kann!“
Spenden unter dem Stichwort „Chile“ sind möglich auf das Caritas-Spendenkonto Nr. 220 bei der Sparkasse Fulda, BLZ 530 501 80. „Zweckgebundene Spenden für Chile werden wir unverzüglich an Caritas International weiterleiten – das Geld wird im vollen Umfange für die Hilfe in der südamerikanischen Erdbebenregion zum Einsatz kommen“, betont Markus Juch. (cif)