Fulda. Zwölf Unternehmen aus verschiedenen Branchen erhielten jetzt die Anerkennung als offizieller Partnerbetrieb der Dachmarke Rhön in Form des Biosiegels Rhön oder des Qualitätszeichens Rhön. Außerdem konnte ein Teil der Gastronomiebetriebe unter ihnen die Zusatzauszeichnung mit den Silberdisteln in Empfang nehmen, die einen hohen regionalen Wareneinsatz in der Küche symbolisieren.
„Sie alle haben sich einem Auswahlprozess und damit einer Qualitätssicherung unterzogen, und das ist ein ganz wichtiger Punkt, wenn wir von der Dachmarke Rhön sprechen“, sagte der Vorsitzende des Länder übergreifenden Vereins Dachmarke Rhön e.V., Fuldas Landrat Bernd Woide. Die Dachmarke Rhön, betonte er, lebe jedoch nicht von einem Landrat oder dem Ersten Vorsitzenden, sondern von den Nutzern der einzelnen Marken. „Inzwischen gibt es über 200 Markennutzer, aber es müssen noch mehr werden, denn die Dachmarke Rhön ist das Leitprojekt für die gesamte Rhön“, meinte Woide.
Mit der Auszeichnung von Betrieben – gleich welcher der 14 Branchen, für die inzwischen Kriterien definiert sind – sei stets ein Anwachsen der Dachmarken-Familie verbunden, sagte die Geschäftsführerin der Dachmarke Rhön GmbH, Barbara Vay. „Ich bin froh, dass es nun auch erstmals in Hessen gelungen ist, eine Zusatzzertifizierung für den Erwerb der Silberdisteln bei den Gastronomiebetrieben der Dachmarke Rhön durchzuführen. Es wurde in Hessen auch lange erwartet, endlich diese zusätzliche Auszeichnung analog zu Bayern und Thüringen zu bekommen“, hob Vay hervor.
Mit dem Qualitätszeichen Rhön wurden die Metzgerei Gutermuth in Bischofsheim (Bayern), für seine Speiseeisherstellung der Landwirtschaftliche Betrieb Vogel in Dipperz und das Schullandheim „Villa Phantasia“ in Oberstoppel (beide Hessen) ausgezeichnet. Das Biosiegel Rhön erhielten die Kelterei ThüSa Südthüringer Fruchtsaft und Spirituosen GmbH Meiningen mit Sitz in Ritschenhausen (Thüringen) für ihre Fruchtsaftproduktion, die Imkerei Gütlein in Bad Königshofen (Bayern) und der Landwirtschaftsbetrieb Rausch H+R GbR in Ostheim (Bayern).
Mit jeweils drei Silberdisteln wurden der Gasthof Florenberg in Künzell, die Dorfstube „Zur Sonne“ in Hilders, das Restaurant „Peterchens Mondfahrt“ auf der Wasserkuppe (alle Bayern) sowie die Weinstube „Weinhäusle“ in Hammelburg, die Drei-Tannen-Alm in Bischofsheim und das Hotel und Gasthof Nöth in Hammelburg (alle Bayern) ausgezeichnet.
„Wir wollen die Rhön kulinarisch und touristisch voranbringen, deshalb haben wir uns der Dachmarke Rhön angeschlossen“, sagte Andreas Rau vom Restaurant „Peterchens Mondfahrt“ auf der Wasserkuppe. Synergieeffekte unter den einzelnen regionalen Produzenten erhofft sich Peter Plewe vom Bioland-Weingut Plewe und der dazugehörigen Weinstube „Weinhäusle“ in Hammelburg durch seine Mitgliedschaft in der Dachmarke Rhön.
„Es gibt viele ortsnahe Produzenten, die manchmal noch etwas schwer zu finden, aber mit Sicherheit eine Bereicherung für die Region sind“, meinte der Bio-Winzer. Die ThüSa Südthüringer Fruchtsaft und Spirituosen GmbH Meiningen mit Sitz in Ritschenhausen beliefert fast alle großen Handelsketten mit ihren Produkten. „Mit unserem Bio-Siegel auf den Flaschen wollen wir die Rhön nach außen tragen, um sie bekannter zu machen“, betonte Seniorchef Rudolf Wächter.
„Weil wir selbst gerne Gutes essen, wollen wir auch für unsere Gäste eine gute Küche bieten, und dabei helfen uns die Produkte aus der Region“, sagte Elisabeth Spath vom Hotel & Gasthof Nöth in Hammelburg. Der Gastronomiebetrieb konnte sich von zwei auf nun drei Silberdisteln verbessern.
Foto: Carsten Kallenbach