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Frühjahrssitzung des Rhönklubs – Ein Lob an die Wegewarte

Fulda. Zu seiner turnusmäßigen Frühjahrssitzung traf sich der Hauptwegeausschuss des Rhönklubs in Römershag zu Beratungen über das vergangene, aber vor allem das laufende Markierungsjahr. Immerhin standen wichtige Punkte auf der Tagesordnung wie Digitale Wanderwegeverwaltung, Zusammenarbeit mit Kartenverlagen, Zertifizierung des Milseburgweges von Fulda bis Meiningen, das Arbeitsprogramm 2010 sowie die Überarbeitung des Wegenetzes und Wegeverlegungen.

100307_rhoenclub1 100307_rhoenclub2Arbeitsintensives Jahr 2009 bei den Premiumwegen
Hauptwegewart Thomas Lemke, Geisa, konnte den Teilnehmern eine stolze Bilanz über 2009 vorlegen. Die Wegewarte waren für den Premiumweg „DerHochrhöner“ sowie die Extratouren insgesamt 904 Stunden mit Pinsel und Farbe unterwegs und kennzeichneten dabei 694 km Wanderwegstrecke. Dazu benutzten sie ihre privaten PKW und fuhren 4022 km. Und das bei diesen horrenden Benzinpreisen. Allerdings erhalten die Wegewarte ein kleines Zehrgeld für ihre ehrenamtliche Arbeit von 2,– EURO (!!!) pro Arbeitsstunde und bekommen auch einen Zuschuss zu den Benzinkosten. Dennoch bleibt diese wertvolle Arbeit unterbezahlt, weil der Rhönklub auf allen Ebenen ehrenamtlich tätig ist und bleibt. Anzumerken ist noch, dass der Premiumweg bei der letzten Zertifizierung 4 Punkt mehr erhalten hat als vorher. Das ist ausschließlich der vorbildlichen Arbeit der Wegewarte zu verdanken!

Verantwortung für ca. 5.500 km Wanderwege
Insgesamt unterhält der Rhönklub in den 3 Bundesländern ein Wegenetz von ca. 5.500 km Wegstrecke. Dafür sind die 80 Wegewarte in den Zweigvereinen von Vacha bis Schweinfurt und von Würzburg bis Meiningen und Fulda in den Monaten von Mai bis Oktober unterwegs, um dem Besucher ein gut gekennzeichnetes Wegesystem anzubieten. Bevor ein Fremder in der Rhön wandert., sollte er sich mit den Markierungszeichen auseinandersetzen, damit er nicht verzweifelt über Tropfen, Winkel, Dreiecke und Buchstaben. Die ehrenamtlich tätigen Wegewarte waren auf Rhönklub-Wegen im vergangenen Jahr insgesamt 2635 Stunden unterwegs und haben dabei 2238 km Rhönklubwege gekennzeichnet. Enorm schlägt die Zahl der gefahrenen PKW-km zu Buche, denn diese 9125 km wurden mit den eigenen Fahrzeugen zurückgelegt. Die Aschaffenburger Wegewarte z.B. müssen erst eine Stunde anfahren, bevor sie überhaupt mit der Markierung in Gemünden oder Gössenheim beginnen können. Bei den ZV Würzburg und Schweinfurt kommen ebenfalls große Anfahrtsstrecken zusammen. Und – die Bereitschaft in den Ortsgruppen, sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, nimmt von Mal zu Mal mehr ab. Dabei kann es sehr viel Freude bringen, wenn man sich für den Nächsten einsetzt, egal in welcher Position.

Lob muss sein!
Präsidentin Regina Rinke dankte in der Beratung allen, die für die Wegekennzeichnung im Rhönklub Verantwortung tragen, für ihren Einsatz. Leider gibt es für diese enorm schwere Arbeit zu wenig Anerkennung von außen. Im Gegenteil! Es gehen manchmal Briefe ein, die zum Himmel schreien. Für ein Markierungszeichen-Wirrwarr kann der 134 Jahre alte Rhönklub nicht verantwortlich gemacht werden.

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