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Pater Martin Wolf referierte über die Unterscheidung der Geister

Thalau. Über die Unterscheidung der Geister aus Sicht christlicher Spiritualität sprach Pater Martin Wolf, OMI, Hünfeld beim Einkehrtag der Walldürnwallfahrer im voll besetzten Bürgerhaus in Thalau, Rhön. Zentrale Frage war, was aus dem Geist Gottes und was vom unheiligen Geist stammt. Christen seien durch Taufe und Firmung mit Geist begabt, deshalb müsse sich christliches Leben nach dem Geist Jesu ausrichten, so der Referent. Alles was gegen die Liebe verstoße komme aus einem unheiligen Geist, denn der Geist Gottes lasse nie gegen die Liebe handeln. Gleichgültigkeit, Hass, Neid Eifersucht und Besserwisserei könne begegnet werden durch Gebet um Segen für den Anderen.

100307_PaterMartin1 100307_PaterMartin2Wenn überzeugte Christen anderen Gottes Wahrheit aufdrängen wollten, dann sei das nie aus Gottes Geist, auch wenn es die Wahrheit sei, denn der Geist Gottes schenke innere Ruhe, Kraft und Sicherheit. Er hole uns ab wo wir stünden und führe uns behutsam Schritt für Schritt. Berufung gelte für jeden Menschen, denn Gott habe etwas mit uns Menschen vor. So könnten Zeichen zur Orientierung Begegnungen mit Menschen, Texte bei einer Wallfahrt oder auch ein Sonnenuntergang sein. Gott Geist führe einen geraden und einsichtigen Weg und lasse wachsen und reifen ein Leben lang.

Er habe Fähigkeiten gegeben das Wesentliche zu erkennen, zu gestalten und zu handeln. Des unheiligen Geistes liebstes Möbelstück sei die „lange Bank“, auf die man alles schiebe und die einem Zeit raube. Je mehr wir uns vom Geist Gottes leiten ließen, umso feinfühliger würden wir für unsere Fehler, Sünden und Charakterschwächen. Es sei aber nicht Geist Gottes, wenn daraus Hoffnungs- und Hilflosigkeit entstünde, sondern Gottes Geist gebe Mut und neue Hoffnung. Sensibel sein für Schuld führe zum Verlangen sich mit Gott zu versöhnen. Ein erster Schritt dazu sei abends den Tag zu überdenken und Gewissenserforschung zu halten.

In seinen letzten beiden Punkten sprach Pater Martin Wolf von Gottes Geist, der zu Jesus führt und zur
Vergebung und Versöhnung. Mit handeln aus Liebe zu Jesus und Demut ließen sich auch Aufgaben erfüllen die schwer fielen. Wenn wir uns für Gottes Wirken öffneten, dann könne sich dadurch Gemeinschaft verändern. Um jedoch mit sich selbst, mit anderen und mit Gott ins Reine zu kommen, sei Vergebung und Versöhnung notwendig. Im Sakrament der Versöhnung biete dafür Gott eine großartige Gelegenheit. Dabei verkenne er nicht, dass zur Beichte zu gehen jedes Mal Überwindung koste. Sie sei aber heilsam und entlastend.

Pater Martin Wolf verabschiedete sich mit dem Wunsch für eine gute Zeit bis zur Wallfahrt zum Heiligen Blut nach Walldürn in der Zeit vom 19. Mai bis 02. Juni. Wie Wallfahrtsleiter Gerhard Dehler mitteilte wird der Eröffnungsgottesdienst im Hohen Dom zu Fulda bereits um 7.30 Uhr beginnen.

Begonnen hatte der Eingehrtag mit dem Pilgerkreuzweg in der Thalauer Pfarrkirche. Dort endete er auch mit der Feier der Eucharistie, die von den Walldürner Wallfahrtsmusikern unter Leitung von Günter Straub, Waldfenster musikalisch mitgestaltet wurde.

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