Bad Neustadt. Eine Wanderausstellung unter dem Titel „Deine KonsumLandschaft“ ist noch bis zum 5. März im Alten Amtshaus von Bad Neustadt zu sehen. Sie wendet sich vor allem an Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren, um sie für das Thema Lebensmittel und Regionalität zu sensibilisieren. Mit ihrem Inhalt ergänzt sie das von der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön initiierte Projekt für bewussten nachhaltigen Konsum, das seit 2009 an acht Bad Neustädter Schulen durchgeführt wird.
„Deine KonsumLandschaft“ ist eine interaktive und multimediale Ausstellung, die der BUND, Landesverband Niedersachsen e.V., und der Bundesverband Regionalbewegung e.V. gemeinsam initiiert haben und die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziert wird. In ihr sollen die Jugendlichen ihr eigenes Konsum- und Einkaufsverhalten hinterfragen und die Auswirkungen ihres Handelns auf die Kulturlandschaft, auf das Klima, auf ihre Lebensqualität und ihre Region kennen lernen.
Verschiedene Konsumgüter wie Milch, Fleisch, Brot, Erdbeeren und Saft werden mit den vielfältigen Auswirkungen auf die Region in Verbindung gebracht. Dabei geht es neben der fairen Preisgestaltung um Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region, um Natur- und Artenschutz, um die Qualität der Produkte sowie um den Klimaschutz. An diesen fünf Stationen können sich die Ausstellungsbesucher interaktiv zwischen Produktalternativen entscheiden und erhalten am Ende der Ausstellung an der „Kasse“ die „Quittung“ dafür. Gleichzeitig werden Handlungsempfehlungen gegeben, wie sie ihre Kaufentscheidungen nach Kriterien der Nachhaltigkeit und Qualität tätigen können.
Die Wanderausstellung startete am Schliersee. Danach machte sie Station auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Nach Bad Neustadt wird sie in Weißenburg in Mittelfranken zu sehen sein. Bis Ende November wird sie 20 verschiedene Ausstellungsorte in Deutschland hinter sich gelassen haben.
„Diese Ausstellung richtet sich an eine Zielgruppe, die von den Medien schon als unerreichbar beschrieben wurde. Der Konsum bei den 14- bis 18-Jährigen wird oft durch das bestimmt, was die Gleichaltrigen als Trend ansehen“, meinte der Leiter der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön, Regierungsdirektor Michael Geier. Konsumiert werde demnach das, was „hipp“ sei – und der Rest falle oft durch. Es sei mutig, eine solche Ausstellung mit einem solchen Anspruch für diese Zielgruppe zu gestalten. „Wir werden deshalb Bilanz ziehen müssen, ob die Jugendlichen erreicht werden konnten, oder ob sie wirklich unbelehrbar sind.“