Fulda. Anlässlich des Todestages des französischen jüdischen Künstlers russischer Herkunft „Marc Chagall“ zeigt die Hochschul- und Landesbibliothek (HLB) am Heinrich-von-Bibra-Platz vom 8. März bis zum 6. April ca. ein Dutzend Bildbände aus ihrem Bestand, die einen kleinen Einblick in sein umfangreiches Schaffen geben. Chagall gehört zu den Hauptvertretern des gegenständlichen Expressionismus. Sein Malstil setzt sich zusammen aus Fauvismus, russischer Volkskunst und jüdischer Mystik – die Bildsprache ist oftmals phantastisch und weist ins Surreale.
Seine Bibelillustrationen machten Chagall zu einem der berühmtesten Maler des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus gestaltete der Künstler aber auch Gebäude, beeindruckende Glaskunstwerke und entwarf für die Knesset des Staates Israel drei große Wandteppiche, auf denen er biblische und moderne Themen aus der Geschichte des jüdischen Volkes behandelt. In diesem als Chagall-Saal bekannten Raum befinden sich außerdem von ihm entworfene Wand- und Bodenmosaiken. Er erhielt unter anderem in Kopenhagen den „Erasmus-Preis“.
Die genannten Bildbände und weitere Literatur zu Chagall befinden sich in den Glasvitrinen im Treppenaufgang und auf der Galerie der Bibliothek und können dort vom 08. März – 06. April 2010 montags bis donnerstags von 9.30 Uhr bis 17 Uhr und freitags von 9.30 Uhr bis 18 Uhr betrachtet werden.