Fulda. Auf rund 8000 Quadratmetern Fläche eröffnet am 1. September 2010 in der Fuldaer Flemingstraße das Gesundheitszentrum Münsterfeld. „Die Arbeiten schreiten zügig voran und schon jetzt ist ein Vermietungsstand von 70 Prozent erreicht“, betonen Investor Markus Röhner, Vorstandsvorsitzender der Unternehmensgruppe R+S, sowie Architektin Jutta Diegelmann von der Architekturgemeinschaft Hodes und Diegelmann. Ein Indiz dafür, wie gut das Konzept des elf Millionen Euro teuren Projekts aufgeht, das von der Orthopädengemeinschaft Osthessen ins Leben gerufen wurde.
Bauherr Röhner erläuterte bei einer Baustellenbegehung den zahlreichen Vertretern aus Ärzteschaft, Wirtschaft, Politik und Presse: „Unser Vorhaben basiert auf den drei Hauptsäulen Physiotherapie, Akademie und Gesund leben. In allen Bereichen bieten wir neue Konzepte der Behandlung, Wissensvermittlung und Kooperation mit allen medizinischen Heilberufen, Kostenträgern und Krankenhäusern an. Im Mittelpunkt steht der Mensch.“ Ein weiteres Anliegen sei es, am Gesundheitszentrum Münsterfeld Synergien zu nutzen und fachübergreifend mit Fachärzten, zum Beispiel aus den Bereichen Neurochirurgie, Innere Medizin, Kardiologie, Neurologie, Kinderheilkunde, Zahnmedizin, zusammenzuarbeiten.
Praxisräume im Untergeschoss sollen an Ärzte aus der Region vermietet werden. „Kurze Wege und ein reger Austausch ermöglichen es, neue Konzepte zu entwickeln, die für bestimmte Zielgruppen wie ältere Menschen, Behinderte oder Kinder einen echten Mehrwert bedeuten“, ergänzt Diegelmann. Physiotherapeut Andreas Helmkamp und Orthopäde Dr. Wolfgang Zeckey werden das Gesundheitszentrum als Geschäftsführer leiten.
Ein Wellnessbereich mit Dampfbad, Sauna sowie ein 7,50 Meter hoher Koordinationsraum mit Kletterwand und die Möglichkeit zum Einradfahren, Jonglieren und Trampolinspringen sind ebenfalls vorgesehen. Überdies wartet das Gesundheitszentrum mit zahlreichen weiteren attraktiven Neuerungen auf, die, so Dr. Samir Al-Hami als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Münsterfeld, eine große Bereicherung für das medizinische Angebot in Fulda darstellen. Dazu zählen eine Drive-in-Apotheke, die Dr. Stefan Wagner eröffnet, Büroräume, ein Sanitätshaus, ein Pflegedienst und die Bäckerei Pappert, die mit ihrem Konzept „Café Olé“ einzieht und auch einen Mittagstisch anbietet.
Der Rohbau des Zentrums steht bereits. „In Anbetracht der Jahreszeit geben wir Gas, damit wir bis Ende des Jahres das Dach drauf haben“, so Röhner. Rund sechs Wochen vor Eröffnung wird alles rechtzeitig für den Einzug der Ärzte fertig gestellt sein. Beheizt werden soll das gesamte Objekt mit einer Pelletsheizung. Die Attraktivität des Standorts hänge sicherlich auch damit zusammen, dass Stadtbusse im 15-Minuten-Takt verkehren und 160 Parkplätze für Patienten eingerichtet werden, ist sich Röhner sicher, der hinzufügt: „Das Münsterfeld liegt an der mittlerweile stark frequentierten Haimbacher Straße und ist insgesamt inzwischen so attraktiv geworden, dass es derzeit keine freien Bauplätze mehr gibt.“