Fulda. „Ich möchte den Menschen zeigen, dass es sich lohnt, sich mit Schiller zu beschäftigen“, erklärte der bekannte Rezitator Lutz Görner bei einem Treffen mit Oberbürgermeister Gerhard Möller, dem Präsidenten der Hochschule Fulda, Prof. Dr. Karim Khakzar, und dem Kulturamtsleiter der Stadt Fulda, Dr. Werner Kirchhoff. Im Jahr des 250. Geburtstages des Dichters Friedrich Schiller spricht Görner Gedichte und Theatermonologe und zitiert Briefe von Schiller. Er ist am heutigen Freitag, 13. November 2009 um 20 Uhr mit „Görner spricht Schiller… Opiumschlummer und Champagnerrausch“ im Fürstensaal des Stadtschlosses zu Gast.
„Der doppelte Schiller“
Da Lutz Görner seit mittlerweile 35 Jahren als Rezitator tätig ist und schon alle bedeutenden Lyriker besprochen hat, war es nun an der Zeit für Schiller. Deshalb ist er in dessen Leben und Zeit eingetaucht und hat aus diesem Blickwinkel seine Werke neu gelesen. Dabei habe er einen Weg gefunden, „heutzutage Schiller zu machen“ und dabei den „doppelten Schiller“ entdeckt: Einerseits den in Folge seiner schlimmen Kindheit und Jugendzeit drogenabhängig gewordenen Schiller. Andererseits dessen häusliche und bürgerliche Seite. „Ich freue mich sehr, dass diese Kooperationsveranstaltung zwischen Hochschule und Stadt zustande gekommen ist“, bekräftigte auch Kulturdezernent Möller.
Literarische Entdeckungsreise
„Gerade weil Schiller im Moment keine Hochkonjunktur hat, möchte ich den Zuhörern seine ernste, verrückte und leidvolle Lebensgeschichte erzählen“, so Görner begeistert. Dadurch solle ihnen der Zugang zu Schiller geebnet werden. Auf dieser literarischen Entdeckungsreise wird Lutz Görner von Stefan Sell begleitet, der auf der klassischen Gitarre Musik von Schillers Lieblingskomponisten spielt. „Mit Ihren Ausführungen haben Sie uns jetzt richtig Lust auf die Veranstaltung gemacht“, so Prof. Dr. Khakzar abschließend. Die Karten zur Veranstaltung sind im Vorverkauf im Bürgerbüro der Stadt Fulda erhältlich. (cp)