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Herz-Jesu-Krankenhaus startet Projekt zur betrieblichen Gesundheitsförderung

091110_HJKFulda. Mit einem Gesundheitstag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat das Herz-Jesu-Krankenhaus am vergangenen Samstag ein Projekt zur betrieblichen Gesundheitsförderung gestartet. Der Tag wurde in Zusammenarbeit mit der Barmer Ersatzkasse und dem Therapeuten-Team der Reha-Klinik Dr. Wüsthofen ausgerichtet. Er stand unter dem Motto „Gutes für den Rücken“. Neben allgemeinen Informationen zum Thema wurden zahlreiche praktische Übungen, Checkups sowie Schnupperkurse und Seminare, beispielsweise zum rückengerechten Arbeiten im Krankenhaus oder zum Büro-Arbeitsplatz, angeboten.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind täglich mit vollem Einsatz für unsere Patienten da, sie sind einem immensen Druck ausgesetzt, aber es fehlte bislang an entsprechenden  betrieblichen Angeboten, mit denen Stress und körperliche Belastungen ausgeglichen werden können“, erklärt Projektmanagerin Dr. Jutta Müller.

091110_HJK2 091110_HJK3Da es eine konkrete Nachfrage durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Medizin und Pflege gegeben habe, wollen die Netzwerkpartner künftig regelmäßig gemeinsam informieren, motivieren und begleiten. Dafür werden die vorhandenen räumlichen und personellen Strukturen, sprich: die Therapie- und Trainingsräume, das Bewegungsbad und das Know-how der multiprofessionellen Therapeuten-Teams genutzt. Noch in diesem Monat starten spezielle Kurse wie Aquatraining, Entspannungstraining, Wirbelsäulengymnastik, Rückenschule oder Training an Geräten, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses vorbehalten sind und durch die Krankenkasse bezuschusst werden.

091110_HJK4„Mit unserer Auftaktveranstaltung zur betrieblichen Gesundheitsförderung sind wir sehr zufrieden – die Resonanz war durchweg positiv. In den nächsten Monaten werden wir weitere wichtige Schwerpunkte setzen, von denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber ganz sicher auch die Patienten profitieren“, so Dr. Jutta Müller abschließend. Hintergrund: Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 400 Millionen Fehltage wegen Arbeitsunfähigkeit gezählt. Ein Fehltag kostet das Unternehmen durch Lohnfortzahlung, aber auch durch organisatorische Aufwände oder entgangene Aufträge rund 400 Euro pro Tag (Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin).

Die Senkung der Fehlzeiten durch Betriebliches Gesundheitsmanagement kann neben der Verbesserung der Arbeitszufriedenheit auch unmittelbare wirtschaftliche Vorteile für das Unternehmen bringen. Muskel-Skelett-Erkrankungen nehmen nach Angaben der Barmer Ersatzkasse den höchsten Anteil am Krankenstand seit Jahren ein.

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