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Offenbach in Bildern – 50 alte Ansichten

091021_OffenbachOffenbach. In ihrer Reihe historischer Aufnahmen veröffentlicht die Geschichtswerkstatt Büdingen 50 Ansichten Offenbachs vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Manche Gebäude wird man schwerlich wieder erkennen, andere, wie die alte Mathilden-Schule, sind heute längst verschwunden, ihre Schönheit und Baukunst nur noch auf Bildern von damals erkennbar. Diese historischen Aufnahmen zeigen Offenbacher Gebäude und Straßenzüge in ihrer alten Pracht vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg.

Der Band beginnt mit drei Zeichnungen, in denen markante Punkte des Stadtbildes abgebildet werden. Die idealisierten Darstellungen entstanden um 1900 und sind typische Vertreter ihrer Zeit. Einen Schwerpunkt dieser Sammlung bilden danach die Gebäude am Mainufer: das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Isenburger Schloss aus verschiedenen Perspektiven, die 1943 zerstörte Schlosskirche, die „Technischen Lehranstalten“, in deren Gebäuden sich heute die Hochschule für Gestaltung befindet, der Lili-Tempel, die alte Mainbrücke mit Blick auf die „Undine“.

Die nächsten Bilder zeigen die Kaiserstraße als Hauptachse der gründerzeitlichen Stadterweiterung und die Frankfurter Straße mit Straßenbahn. Das Büsing-Palais aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und das ehemalige „Städtische Lagerhaus“ sind städtebaulich bedeutsame Gebäude in der Innenstadt. Es folgen handkolorierte Ansichten des gründerzeitlichen Villenviertels mit Körnerstraße und Dreieichring, vom Schillerplatz, Hauptbahnhof und Aliceplatz. Ebenfalls koloriert sind die Bilder des zweiten Schwerpunktes, des Marktes auf dem Wilhelmsplatz.

Auch das Großherzogliche Gymnasium, die Friedrichschule, das Stadtkrankenhaus,  das Städtische Schlachthaus und der Bahnhof der Frankfurt-Offenbacher Lokalbahn dürfen in einer solchen Zusammenstellung nicht fehlen. Den Abschluss des kleinen Rundgangs durch Offenbach bilden Stiche aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Im Anhang finden sich Daten zur Geschichte der gezeigten Bauten.

Der Band enthält sechs Zeichnungen, davon vier farbige, 22 handkolorierte Fotos, 16 Duoton-Aufnahmen und sechs Stiche. Er wurde durchgehend in Farbe gedruckt, um den Charme der alten Aufnahmen zu bewahren.

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