Hünfeld. Frohe Kunde für Häuslebauer: Die Stadtwerke Hünfeld erstatten Bauherren, die von Mitte 2000 bis in diesem Jahr einen Wasserhausanschluss von den Stadtwerken Hünfeld erhalten haben, einen Teil der Umsatzsteuer, teilt der Aufsichtsratsvorsitzende, Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel, mit.
Hintergrund ist, dass die Finanzverwaltung ab dem Jahr 2000 die Berechnungsgrundlage für die Umsatzsteuer bei Wasserhausanschlüssen von bis dahin 7 auf 16 und nach der Mehrwertsteuererhöhung auf 19 Prozent angehoben hatte. Diese Regelung ist laut dem Europäischen Gerichtshof unwirksam. Deshalb können die Stadtwerke Hünfeld den Bauherren nachträglich diesen erhöhten Mehrwertsteuersatz zurück erstatten. Nach Mitteilung der Stadtwerke Hünfeld wurde damit bereits begonnen. Trotz des hohen Verwaltungsaufwands hoffen die Stadtwerke diese Rückerstattungen bis zum Jahresende abschließen zu können.
Gegenwärtig sind die Sachbearbeiter bereits bei den Wasseranschlüssen angelangt, die 2006 abgerechnet wurden. Es kann noch nicht abgesehen werden, wie viel Anschlüsse insgesamt betroffen sind und wie viele Bauherren mit einer Rückerstattung rechnen dürfen. Laut Bürgermeister Dr. Fennel setzen die Stadtwerke allerdings alles daran, den betroffenen Hauseigentümern die aufgrund der Entscheidungen der Finanzämter zu viel gezahlte Umsatzsteuer so zügig als möglich zurückzahlen zu können.