Fulda. 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland bedeutet zugleich auch 60 Jahre Gerhard Möller. Der Fuldaer Oberbürgermeister feierte zusammen mit etwa 200 geladenen Gästen seinen runden Geburtstag bei einem Empfang im Fürstensaal des Stadtschlosses. Im Beisein seiner Familie nahm er die Glückwünsche und Geschenke der vielen Gratulanten erfreut entgegen: „Ich freue mich sehr über die Anerkennung und verspüre eine große Dankbarkeit.“ Die Bodenhaftung bleibe aber bestehen, denn niemand sei fehlerfrei, betonte der Jubilar, der sich besonders bei seiner Frau Michaela und seiner Familie für die Unterstützung bedankte.
Mit Pauken und Trompeten
Schon am frühen Vormittag trafen einige Glückwünsche, Präsente und Gratulanten im Büro des Fuldaer Verwaltungschefs ein. Auch die Fuldaer Stadtmusikanten – die Blaskappelle städtischer Mitarbeiter – spielten dem Geburtstagskind ein Ständchen und wurden dabei von einigen Musikern des Landkreises sowie vom Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Heiko Wingenfeld kräftig unterstützt. Nachdem sie dem Oberbürgermeister „den Marsch geblasen“ hatten, wie Dirigent Lothar Happ schmunzelnd bemerkte, sang ein Chor mit städtischen Mitarbeitern unter Leitung des Musikschulleiters Stephen Berg fröhlich Lieder zum Ehrentag.
Überraschung
In feierlicher Atmosphäre begann der Empfang mit klassischer Musik und einem Stück von Robert Schumann. „Jeder Tag ist ein Geschenk“, erklärte Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel als erster Redner. Er wünsche Gerhard Möller vor allem eine stabile Gesundheit, Freude an den städtischen Aufgaben, Zuversicht, Erfolg und das notwendige Quäntchen Glück. Im Namen von Stadtbaurätin Cornelia Zuschke und den ehrenamtlichen Magistratsmitgliedern überreichte er ihm ein Kunstwerk von Sergej Kasakow und betonte, dass sie sich auf eine interessante, spannende und kooperative Zusammenarbeit in den nächsten Jahren freuen.
Aber der Bürgermeister hatte noch eine Überraschung: Die FKG Teenies sangen dem Jubilar zusammen mit ihren drei Trainerinnen ein Geburtstagslied, trugen ein Gedicht vor und überbrachten seiner Frau Rosen. „Ihr Verstand mit Herz gepaart, unsere Stadt vor Unheil bewahrt“, lautete eine Gedichtzeile. „Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden“ – mit diesem Zitat von Mark Twain begann die Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann ihre Gratulationsworte.
Während sie Glückwünsche im Namen aller Stadträte und Ortsvorsteher sowie ein Geschenk überbrachte und die „Sachkenntnis, Erfahrung und das Urteilsvermögen“ des Jubilars würdigte, gab sie einen kleinen Abriss seiner bisherigen Amtszeit. „Wir wünschen Ihnen, dass Sie trotz Arbeit und Terminen noch Zeit für Ihre Hobbies finden und danken Ihrer Frau für ihr Verständnis und ihre Nachsicht für Ihren Job, der Sie oft rund um die Uhr in Beschlag nimmt.“
Preußische Tugenden
Als nächster würdigte Landrat Bernd Woide die Verdienste Möllers für die Region, die bis heute fortwirken. Unter anderem nannte er dabei sein Bemühen um die Schulen, das Joboffensive-Center und die Krankenhauskooperation. „Sie haben die Region geprägt als OB und auch in den 26 Jahren in Diensten des Landkreises“, so Woide. Er stellte die „preußischen Tugenden Aufrichtigkeit, Gradlinigkeit, Bodenständigkeit, Sparsamkeit, Genauigkeit und Verlässlichkeit“ heraus, die seine Person und Amtsführung auszeichnen würden.
Mit den Wünschen „Gesundheit, Schaffenskraft und Gottes Segen“ schloss der Landrat seine Rede und überreichte ein besonders originelles Geschenk: Auf einem Sockel aus dem früheren Amtszimmer des damaligen Kreisbeigeordneten Möller war eine Karte mit Bildern der wichtigsten Wirkungsstätten des Fuldaer Verwaltungschefs angebracht.
Klare Haltung und hohe Glaubwürdigkeit
Bischof Heinz Josef Algermissen begann seine Ausführungen mit einem Zitat aus der Bibel vom Propheten Jeremia, 29. Kapitel: „Bemüht euch um das Wohl der Stadt, in die ich euch weggeführt habe, und betet für sie zum Herrn; denn in ihrem Wohl liegt euer Wohl.“ Somit dankte er dem Politiker auch im Namen des Bistums, der Weihbischöfe und des Generalvikars für seine klare Haltung und sein christliches Fundament, für das er sich auch öffentlich bekenne.
Als Vertreter der evangelischen Kirche in Fulda sprach Dekan Bengt Seeberg, der dem Oberbürgermeister dafür dankte, dass er Kirchen als selbstverständlichen Bestandteil des öffentlichen Lebens der Stadt sieht. „Kein Termin ist Ihnen zu unbedeutend, ich bewundere das“, so Seeberg. Als Vertreter der Subsidiarität und Förderer der freien Trägerschaften zeichne ihn besonders seine Vertrauenswürdigkeit, Bescheidenheit und hohe Glaubwürdigkeit aus. Auch Landtagsabgeordneter Dr. Walter Arnold gratulierte Gerhard Möller und lobte ihn schließlich als herausragenden Oberbürgermeister. Besonders hob er dessen „Entschlossenheit, Liebe zur Familie und Region sowie die Zuneigung zu den Bürgern der Stadt“ hervor. (cp)









