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Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Fulda trifft sich jeden 3. Mittwoch

Fulda. Die Rangliste der Krebserkrankungen bei Männern führt der Prostatakrebs an. Davon betroffen werden hauptsächlich Männer in etwas reiferem Alter. Aber trotz ihrer Lebenserfahrung versetzt sie die Krebsdiagnose zunächst in einen schockähnlichen Zustand, begleitet von Todesängsten. Die meiste psychische Unterstützung erhalten sie in dieser Lage von ihrer Partnerin. Ansonsten fühlen sie sich aber allein gelassen mit ihren Zweifeln, Ängsten und körperlichen Beschwerden.

Unter diesen Voraussetzungen haben sich im Sommer 2005 einige erkrankte Männer zusammengefunden und die Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Fulda gegründet. Sie spricht Männer und ihre Angehörigen aus der Stadt und dem Landkreis Fulda an.

Sie richtet sich aber keineswegs nur an bereits erkrankte oder therapierte Männer. Ganz besonders am Herzen liegt ihr nämlich das Ziel, mehr Männer zur regelmäßigen Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen zu ermuntern. Leider machen weniger als 20% aller Männer von dieser Möglichkeit Gebrauch. Dabei versterben jedes Jahr 12000 Männer an Prostatakrebs. Diese Zahl ist doppelt so hoch wie die Zahl der jährlich zu beklagenden Verkehrstoten in ganz Deutschland. Prostatakrebs, im Frühstadium erkannt, ist sehr gut heilbar!

Allein schon die Feststellung, dass man mit seiner Erkrankung nicht allein ist, hilft vielen Männern. Durch die Erfahrungskompetenz als Patienten beraten, informieren und helfen sich die Gruppenmitglieder gegenseitig. Die Gruppe lässt keinen Ratsuchenden allein. Die Informationen sind verlässlich, verständlich und eine Orientierungshilfe bei der Vielzahl verfügbarer Diagnosen und Therapieverfahren. Es wird kritisch die Wirksamkeit bestimmter Verfahren hinterfragt, denn die Diagnose Krebs macht Menschen zur leichten Beute von Geschäftemachern.

Durch ständige Weiterbildung und Informationsbeschaffung verfügen Mitglieder der Selbsthilfegruppe über ein aktuelles medizinisches Wissen. Dies ist möglich durch die Mitgliedschaft der Gruppe im Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V., der europaweit größten Patientenorganisation. Über diesen Verband hat sie vielfältige Kontakte, auch zur medizinischen Praxis, Wissenschaft und Forschung. Über die Patienten-vertreter in den Entscheidungsgremien im Gesundheitsweisen nimmt sie Einfluss auf Regelungen und ist über wichtige Geschehnisse frühzeitig informiert.

Unterstützt wird die ehrenamtliche Arbeit auch durch die Zusammenarbeit mit dem Prostatazentrum am Klinikum Fulda, dessen Kooperationspartner die Gruppe ist. Das Gemeinschaftsgefühl wird auch gestärkt durch gemeinsame Unternehmungen wie z.B. Besichtigungen und Wanderungen. Über allem steht aber das Motto: Informieren.Helfen.Einfluss nehmen.

Die Selbsthilfegruppe trifft sich jeden 3. Mittwoch im Monat (nicht im Juli und Dezember) um 17:00 Uhr im Bonifatiushaus, Fulda, Neuenberger Straße 3-5. Die Teilnahme ist kostenlos und verpflichtet zu nichts. Kontakt: Hans Lehmann, Tel. 06657-609571, E-Mail: prostatakrebs-shg-fulda@t-online.de

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