Hofbieber. Mit der Übergabe der Funkmodule an 50 Testhaushalte haben das hessische Wirtschaftsministerium, der Mobilfunkbetreiber Vodafone und die Landesmedienanstalt (LPR Hessen) in Hofbieber (Kreis Fulda) das erste Modellprojekt in Hessen zur drahtlosen Breitband-Internetanbindung über Rundfunkfrequenzen gestartet. Dies sei ein wichtiger Impuls für die Region, sagte Referatsleiter Günter Frey vom Wirtschaftsministerium. Bis September 2010 nutzen 50 Haushalte in Hofbieber kostenlos einen schnellen Internetzugang mit bis zu 7,2 MBit/s via Funktechnologie und erhalten so eine direkte Auffahrt auf die Datenautobahn.
Bürgermeister Marcus Schafft aus Hofbieber freut sich über den Technologie-Schub. „Schnelles Internet gehört heute zur Grundversorgung, wie das Telefonieren. Nur ist der ländliche Raum bisher vielfach immer noch auf ISDN-Standard und damit abgehängt. Gerade deshalb bietet die neue Technik eine Perspektive, um aus der technologischen Sackgasse heraus zu kommen.“
Das Wirtschaftsministerium sieht breitbandiges Internet als wichtiges Standortkriterium. Angesichts hoher Kosten für die Verlegung von Leitungen sei Funkübertragung für dünnbesiedelte Räume eine attraktive Alternative, sagte Frey. „Gerade die leistungsstarken Rundfunkfrequenzen, die für die Nutzung von Breitbandanwendungen in Hofbieber getestet werden, können für die Bürger auf dem Land für mehr Lebensqualität sorgen.“
Der Versuch werde zeigen, wie zuverlässig solche Verbindungen seien und welche Bandbreiten sie in der Praxis erreichten: „Damit bereiten wir den Boden für den Ende 2010/Anfang 2011 zu erwartenden Regelbetrieb vor.“ Mit Hilfe der Landesmedienanstalt war zuvor sichergestellt worden, dass sich Modellversuch und Rundfunksendeanlagen nicht gegenseitig stören. Vodafone setzt mit dem Modellprojekt seine Strategie um, den ländlichen Raum mit schnellen Funkinternetzugängen zu erschließen.
„Wir wollen mit diesem Pilotversuch unter Beweis stellen, dass mit den Rundfunkfrequenzen eine schnelle Breitbandversorgung für Kommunen ohne Breitband geschaffen werden kann“, so Wolfram Rinner, verantwortlich für den Netzausbau der Vodafone-Niederlassung Rhein-Main. Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Lücken in der Breitbandversorgung zu schließen. Ein Weg dazu ist die Nutzung von durch die Umstellung auf Digitalrundfunk freiwerdenden Frequenzen („Digitale Dividende“).
Vodafone Deutschland ist mit 15.000 Mitarbeitern und rund neun Milliarden Euro Umsatz einer der größten und modernsten Telekommunikationsanbieter in Europa. Als innovativer und integrierter Technologie- und Dienstleistungskonzern mit Hauptsitz in Düsseldorf steht Vodafone Deutschland für Kommunikation aus einer Hand: Mobilfunk und Festnetz sowie Internet und Breitband-Datendienste für Geschäfts- und Privatkunden. Das Unternehmen gehört zur Vodafone Group. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.vodafone.de