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51 Betriebe empfehlen sich Einheimischen und Gästen

090904_rhöner_genusstour_thRhön. Was im bayerischen Teil der Rhön als Informations- und Werbematerial schon auf große Nachfrage gestoßen ist, gibt es jetzt für den Thüringer Teil der Rhön ganz druckfrisch: eine Broschüre, die in erster Linie für Gaststätten und Hotels sowie andere Unternehmen wirbt, die den Gedanken der Dachmarke Rhön mit Leben erfüllen. Insgesamt 51 Betriebe der Landkreise Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis empfehlen sich ab sofort Einheimischen und Gästen sowie gegenseitig, denn die Broschüre gibt es bei allen teilnehmenden Betrieben und in den Touristinformationen der Region.

„Für uns ist diese Broschüre ein Zwischenergebnis im Rahmen des Gastronomieprojekts für den Thüringer Teil der Rhön, das die Regionale Arbeitsgemeinschaft Rhön im vergangenen Jahr gestartet hat“, sagt Martina Klüber-Wibelitz aus Schleid, Mitarbeiterin im Projektteam. „Frisch zubereitet und serviert in den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen und im Wartburgkreis“ ist der Titel der Broschüre. Dass sie im Rahmen des Thüringer ARGE-Gastronomieprojekts „Thüringer Genusstour“ und in Zusammenarbeit mit der Dachmarke Rhön entstand, symbolisiert das Fenster auf der Titelseite, das Einblick in eine Rhöner Gaststube gewährt und auf den ersten Blick eine heimelige Atmosphäre vermittelt.

51 Betriebe aus der Thüringer Rhön stellen sich auf jeweils einer Vorder- und Rückseite vor. Nicht alle von ihnen stammen aus dem Bereich Hotellerie und Gastronomie; unter ihnen sind ebenso eine Agrargenossenschaft, ein Forellenzuchtbetrieb, zwei Brauereien, zwei Hersteller von Bauernhofeis, ein Gewürzhandel, ein großer Hersteller für Wurst-, Schinken- und Fleischartikel, ein Anbieter für Obstweine, Liköre und Ansatzschnäpse, eine Gärtnerei, zwei Brennereien, ein Fruchtsaftproduzent, eine Ölmühle, eine Bäckerei, eine Imkerei, ein kommunaler Heilkräutergarten, ein Bauernladen, ein Reiter- und Bauernhof, zwei große regionale Mineralbrunnen, eine Hofkäserei, ein Wildhandel, ein Holzschnitzunternehmen sowie eine Umweltbildungseinrichtung und ein Forstamt. „Wenn man sich die breite Palette der teilnehmenden Betriebe ansieht, dann ist diese Broschüre ein Ausdruck des stärker gewordenen Miteinanders in der Region. Die Idee des Gastronomieprojekts der ARGE Rhön, Produzenten, Direktvermarkter und Gastronomen der Thüringer Rhön noch enger als bisher zusammenzubringen, ist auf einem sehr guten Weg“, schätzt die Geschäftsführerin der Dachmarke Rhön GmbH, Barbara Vay, ein. Die Dachmarke Rhön selbst verstehe sich innerhalb dieses Prozesses als eine Klammer für alle Beteiligten und als Ratgeber für die Orientierung an branchenspezifischen Qualitätskriterien.

Die soeben erschienene Broschüre für den Thüringer Teil im Rahmen der „Rhöner Genusstour“ sei ein Ausdruck für das Potenzial, das es in der ganzen Region im gastronomischen und touristischen Bereich gibt, sagt Projektmitarbeiterin Brigitte Vorndran aus Bischofsheim. Sie betreute die „Rhöner Genusstour“ bereits im bayerischen Teil der Rhön und konnte daher zahlreiche Erfahrungen in das Thüringer Projekt übertragen. Die Broschüre selbst ist im Layout mit denen der einzelnen Genussführer der bayerischen Rhön identisch. Für Martina Klüber-Wibelitz ist sie vor allem ein Anknüpfungspunkt zum Erlebnistourismus. „Sie regt nicht nur dazu an, gut und regional Essen zu gehen, sondern auch dazu, Bauernhöfe zu besuchen, bei Direktvermarktern einzukaufen und sensibilisiert insgesamt für regionale Produkte.“ Erschienen ist die Broschüre in einer Auflage von 5 000 Stück.

Auch in den kommenden Monaten wird die Arbeit am Thüringer Gastronomieprojekt fortgesetzt, kündigen Klüber-Wibelitz und Vorndran an. So treffen sich die Produzenten, Direktvermarkter und Gastronomen gemeinsam mit den Vertretern der ARGE Rhön und der Dachmarke Rhön am 23. September zu einer Informationsveranstaltung im Kulturhaus in Kaltensundheim. Am 7. Oktober findet der 2. Länder übergreifende Kochwettbewerb „So schmeckt’s in der Rhön“ im Staatlichen Berufsbildungszentrum Bad Salzungen statt. Voraussichtlich am 9. November soll es im Raum Bad Salzungen dann ein Weinseminar geben.
„Die Initiative der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Rhön, im Thüringer Teil die Zusammenarbeit zwischen Gastronomen auf der einen sowie Produzenten und Direktvermarktern auf der anderen Seite zu verstärken, ist auf eine unerwartet hohe Resonanz gestoßen. Dass sich jetzt 51 Betriebe gemeinsam in einer Broschüre präsentieren, ist ein erfreuliches Ergebnis. Außerdem gibt es nicht nur eine Gesprächsbereitschaft, sondern inzwischen auch deutlich mehr Kooperationsbereitschaft untereinander, wovon am Ende jeder etwas hat“, meint Ewald Klüber, Mitglied des ARGE-Koordinierungsausschusses. Als Geschäftsführer der ARGE Rhön von 2007 bis Anfang 2009 war er maßgeblich an den Informations- und Verkostungsveranstaltungen sowie Schulungen und Beratungen innerhalb der „Rhöner Genusstour“ beteiligt.

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