Fulda. Am 3. September eröffnete die Kunst- und Fotoausstellung zum Projekt:„Josefs Legenden“.
Auf der Suche nach der Antwort auf die Frage: “Wer er selbst eigentlich sei?” begegnete der Theologe und Journalist Thomas Müller der neutestamentlichen Gestalt des Josefs. Inspiriert durch diesen Mann entwickelte er dessen Identität mit Phantasie und dem Bezug zur Heiligen Schrift weiter.
Herr Dr. Andreas Ruffing zeichnet dabei das Bild eines im Hintergrund seienden und antiquierten Josefs der “lediglich” Gottes Weisungen ausführt. Gerade jedoch diese unbedingte Gottestreue macht ihn zu einem Vorbildhaften und Identitätsstiftenden Menschen. Der Evangelist Matthäus charakterisiert Josef einzig mit dem Merkmal des gerechten Mannes – was dies aber in der Konsequenz für Josef bedeutet haben könnte offerieren die Werke des Künstlers, so Dr. Ruffing weiter.
Man wird in der Ausstellung Bilder finden, die einen deutlichen Bezug zu den auch heute präsenten Themen von Flucht und Vertreibung, existenziellen Ängsten und persönlichen Sinnkrisen zeigen. Diese sind hier in den Kontext gebracht zu einem tiefgläubigen, gottesfürchtigen und daher handelndem Mann. Der Direktor des Bonifatiushauses Gunter Geiger dankte Herrn Dr. Rufing für sein sehr interessantes und viele Bezüge aufgreifendes Referat. Geiger sieht in dem Heiligen Josef einen Hörenden (Zuhörenden) und weist ihm eine Scharnierfunktion zwischen Altem und Neuem Testament zu.
Die Ausstellung kann noch bis zum 25. September 2009 von Montag bis Samstag von 9.00 bis 18.30 Uhr in den Räumen des Bonifatiushauses besichtigt werden. Eintritt frei.

