Fulda. „Es macht wieder Spaß, Familie zu sein”, das war die spontane Reaktion eines Ehepaares am Ende des Diözesanfamilientages, der am 1. Mai in der Familienferienstätte Michaelshof bei Hilders stattfand. Über hundert Teilnehmer aus dem ganzen Bistum folgten der Einladung und nahmen an dem breit gefächerten Angebot für Kinder uns Erwachsene teil.
Etwas andere Familienangebot
Das etwas andere Angebot für Familien am 1. Mai wurde zum vierten Mal von der Familienseelsorge im Bistum Fulda in Zusammenarbeit mit den Katholischen Verbänden KAB, kfd, Familienbund und Kolpingwerk und Einrichtungen wie die Familienbildungsstätte Helene-Weber-Haus und dem Michaelshof organisiert.
„Gebt den Kindern Wurzeln und Flügel“
In einen Workshop zum Thema „Gebt den Kindern Wurzeln und Flügel“ gab die Erwachsenenpädagogin Susanne Kaiser aus Großenlüder wertvolle Hilfen für die Erziehung von Kindern. Sie bestärkte die Eltern, in ihrer Beziehung zu ihren Kindern die Spannung von Bindung und Loslassen auszuhalten, und machte ihnen Mut, die notwendigen Übergangsphasen in der Entwicklung der Kinder aktiv mitzugestalten. Dabei könnten die Eltern auf ihre eigenen Stärken und Lebenserfahrungen vertrauen.

„Sie sind als Eltern besser, als Sie manchmal denken“, meinte die Referentin. An konkreten Beispielen machte Frau Kaiser deutlich, wie Bindung und Loslassen zwischen Eltern und Kindern im Alltag funktionieren. Erziehung sei eine Lebensaufgabe, an der alle Beteiligten wachsen und reifen könnten.
Bezugsperson entscheidend
Auf die Frage, ob eine Erziehung in einer Kinderkrippe oder einem Kinderhort besser sei als die Erziehung in der Familie, warnte die Referentin davor, das eine mit dem anderen auszuspielen. Wichtig sei vor allem, die Bindung des Kindes an die jeweilige Bezugsperson vertrauensvoll und offen zu gestalten. Wenn die Bindung nicht bestehe, gebe es Anlass zur Sorge, ganz gleich, ob die Bezugsperson nun die Eltern oder eine Erzieherin sei.
Neben diesem familienpädagogischen Teil bot der Familientag auch eine geführte Wanderung am Vormittag und eine Naturexkursion für alle am Nachmittag mit der Fuldaer Ordensschwester Lucia Jestädt (CJ). Der Tanner Kirchenmusiker Thomas Nüdling, verstand es hervorragend, die Erläuterungen zur Natur mit kindgerechten Liedern zu unterstützen.
Gott lässt die Menschen nicht im Stich
Zum Abschluss feierte Weihbischof Karlheinz Diez zusammen mit dem Diözesanfamilienseelsorger Alfons Gerhardt und Pfarrer Theo Breidbach einen Familiengottesdienst. In seiner Predigt forderte der Weihbischof besonders die Eltern auf, bei aller berechtigten Sorge um das alltägliche Familienleben und das Wohl der Kinder die Sorge Gottes für die Menschen nicht zu vergessen. Weil Gott den Menschen nie im Stich lässt, könne man sich immer wieder neu den Anforderungen des Alltags stellen. „Gott trägt jeden in seiner Hand. Wir sind bei ihm geborgen wie ein Kind bei seinen Eltern, so der Weihbischof.
„Gut, dass wir FAMILIE sind!“
Der Gottesdienst endete mit einer feierlichen Familiensegnung, und am Ende des Tages war es, auch aufgrund der zahlreichen Gespräche und Kontakte untereinander, für viele wieder klar: „Gut, dass wir FAMILIE sind!“











