Burghaun. Ihren traditionellen politischen Aschermittwoch veranstaltete die Burghauner SPD traditionell im Schützenhaus in Rothenkirchen. Bevor die rund 40 Gäste dem hausmacher Heringssalat mit Pellkartoffeln zuwenden konnten, wurden Sie zunächst vom Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Rothenkirchen, Dirk Schäfer, begrüßt.
Aktuelle Situation
Anschließend ergriff Bürgermeister Alexander Hohmann das Wort. Nach einigen kurzen Ausführungen zur Situation auf Bundes-, Landes- und Kreisebene erläuterte er die aktuelle Situation in der Gemeinde Burghaun.
Als wichtigste Information konnte Bürgermeister Hohmann die aktuellen Pläne für den Bau des Seniorenzentrums hinter der Alten Schule in Burghaun vorstellen. „Die Verträge für das Seniorenzentrum Burghaun sind in „trockenen Tüchern“. In der kommenden Woche wird nach Aussage der Architekten der Bauantrag für das Gebäude eingereicht, der Baubeginn steht somit ebenfalls unmittelbar bevor, so Bürgermeister Hohmann. Das Seniorenzentrum wird insgesamt 52 Pflegeplätze bieten und voraussichtlich im Frühsommer 2010 in Betrieb gehen. Besonders erfreut zeigte sich der Verwaltungschef, dass es ihm nach den Querelen um den ehemaligen Investor Kropp/Seniana, der unmittelbar nach der Bürgermeisterwahl im Mai 2008 von diesem Projekt abgesprungen war, nun doch gelungen sei, mit der Arbeiterwohlfahrt Nordhessen (AWO) ein tragfähiges und bezahlbares Pflegeangebot für die Bürgerinnen und Bürgern der Marktgemeinde Burghaun auf den Weg zu bringen.
Kritik an CDU und GRÜNE
„Das Thema „Altenpflegeheim“ ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Burghauner Regierungskoalition aus CDU und GRÜNENÂ wichtige Projekte aus parteitaktischen Gründen bewusst behindert oder sogar vernichtet. Leidtragende sind wie beim Projekt Altenpflegeheim unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger aus der Gemeinde“, so Hohmann. Und zusätzlich hätten CDU und GRÜNE die Gemeinde in einen Rechtsstreit mit der KEWOG geführt, der die Gemeinde noch teuer zu stehen kommen könne.
Auch für den Neubau des neuen Netto-Supermarktes auf dem Grundstück „Schmitt“ in der Obersten Straße in Burghaun gegenüber der Weiherablage liege mittlerweile die Baugenehmigung vor und somit könne auch hier in Kürze gebaut werden.
Auf keinerlei Zustimmung bei den Anwesenden stieß die Entscheidung von CDU und GRÜNEN, in der Mehrzweckhalle in Burghaun keine dauerhafte Gastronomie einzurichten. Der Bau der Halle sei im Zeitplan, bislang gebe es keinerlei Kostenüberschreitungen und bereits im September sei die Fertigstellung vorgesehen. „Die Belegungspläne der Halle sind bereits heute gerade durch die heimischen Vereine dicht gefüllt und es freut mich ganz besonders, dass es wohl noch in diesem Jahr wieder Theaterveranstaltungen in Burghaun geben wird. Dies bestätigt klar und deutlich die Notwendigkeit der Mehrzweckhalle“, erklärte Bürgermeister Hohmann. Gerade aber für private und geschäftliche Veranstaltungen sei eine dauerhafte Gastronomie in der Halle von großem Vorteil, daher bedauere er die Entscheidung von CDU und GRÜNEN.
Zahlreiche Projekte stehen in den Startlöchern
Für das Jahr 2009 und auch darüber hinaus sind zahlreiche weitere Projekte in der Vorbereitung. Beispielhaft führte Hohmann den Ausbau der Kinderbetreuung durch Errichtung zweier Kinderkrippen und die Erweiterung der Seniorenarbeit an. Auch die weiterhin verstärkte Nutzung alternativer Energien in der Gemeinde und der barrierefreie Umbau weiterer gemeindlicher Gebäude seien geplant.
„Insgesamt ist es uns in den zurückliegenden Jahren seit der Kommunalwahl im Jahr 2006 gelungen, viele SPD-Projekte umzusetzen, auch wenn CDU und GRÜNE dieses verhindern wollten. Dank der Durchsetzungsfähigkeit und dem Weitblick unseres Bürgermeisters und auf Grund des Zusammenhalts der SPD-Fraktion war dies möglich“ erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Karlheinz Schott abschließend.


