Die neue Bundesliga-Saison hat gerade begonnen und den zweiten Spieltag hinter sich. Trotzdem stehen schon wieder einmal die Teams oben, die alle Fans und Experten am Ende dort erwartet hatten, wenn auch in leicht abgeänderter Reihenfolge. Die Rede ist von Bayern München und Borussia Dortmund, die sich 2017/18 einen vielleicht heißeren Titelkampf als zuletzt liefern werden?
Trotz einer wackligen Vorbereitung und einigen Abwehrschwächen beim 3:1-Sieg gegen Bayer Leverkusen und dem recht späten 2:0 in Bremen bleiben die Münchner Bayern der Topfavorit auf die deutsche Meisterschaft. Schon in den Quoten der Wettanbieter wird deutlich, dass das Titelrennen momentan eher als erneuter Alleingang der Roten angesehen wird. Mit 1.17 (Stand 3. September) findet sich immerhin eine etwas höhere Quote wieder, als es in der letzten Saison der Fall war. Die Frage ist, wie Trainer Carlo Ancelotti sein Team in dieser Saison führt und ob es ähnliche Schwächen wie in der Endphase des letzten Jahres geben wird. Auch Verletzungen werden wohl oder übel wieder eine Rolle spielen. Schon frühzeitig verabschiedete sich der neu verpflichtete Kolumbianer James RodrÃguez, bevor er je ein Pflichtspiel bestreiten konnte, wochenlang.
Der größte Konkurrent wird erwartungsgemäß Borussia Dortmund sein, die schon früh unter Neu-Trainer Peter Bosz eine gewisse Sicherheit an den Tag legen und ihren Bundesliga-Auftakt mit zwei Siegen souverän gestalteten. Allen Transfer-Querelen um Ousmane Dembélé und Pierre-Emerick Aubameyang zum Trotz machen es die Schwarz-Gelben die spielen, bisher sehr gut. Dies muss ohne Zweifel auch weiterhin der Fall sein, denn die Borussia braucht mehr Konstanz als in der jüngeren Vergangenheit, wo sich starke Auftritte oft mit katastrophalen Spielen abwechselten. Besonders wichtig werden die Reaktionen auf englische Wochen, in denen Dortmund zuletzt anschließend in der Liga Schwächen zeigte. Wenig hilfreich ist leider die Verletzung des eigentlichen Kapitäns Marco Reus, der wieder einmal lange ausfallen wird und noch ins Jahr 2018 hinein fehlt.