Wer sich ein neues Auto zulegen möchte, der sollte auf eine Probefahrt nicht verzichten. Denn hier kann man ein gutes Gefühl dafür bekommen, ob der Wagen auch auf lange Sicht die richtige Wahl ist. Aber worauf genau ist zu achten? Und gibt es ein paar Tricks, um die Probefahrt besonders erfolgreich zu machen?
Wann und wo probefahren?
Viele Verbraucher wissen nicht, dass eine Probefahrt mehr als nur eine kurze Runde um das Autohaus ist. Möchte man das Fahrzeug richtig kennenlernen, sollten mindestens 45 Minuten hinter dem Steuer verbracht werden. Eine Probefahrt von 100 km ist also gar kein Problem. Entsprechend lohnt es sich, auch außerhalb Fuldas nach einem passenden Autohaus zu suchen. Wer einen schicken neuen BMW 1er zur Probefahrt abholen möchte, kann also auch weiter entfernt einen passenden Händler finden. Die Fahrt kann dann zurück nach Fulda führen, um dort auf den üblichen Tagesstrecken das Fahrzeug zu testen. Eine gute Probefahrt deckt nämlich alle Straßenverhältnisse ab:
- Landstraße
- Stadtgebiet
- Autobahn
Damit man nicht im Stau stecken bleibt, am besten die Fahrt außerhalb der Rushhour planen! Außerdem lohnt sich die Fahrt am meisten bei Tageslicht. So fallen während der Fahrt auch die kleinen Details ins Auge, die in der Dunkelheit wahrscheinlich unbemerkt bleiben.
Die Versicherung überprüfen
Um die Fahrt im Traumauto nicht zu einem Albtraum werden zu lassen, unbedingt vorab den konkreten Versicherungsschutz mit dem Autohändler klären. Denn ein Unfall kann immer passieren, auch während einer Probefahrt.
In der Regel sind die Fahrzeuge vom Händler durch eine Vollkasko-Versicherung abgedeckt, die eine Selbstbeteiligung von 1000 Euro mit einkalkuliert. Vorsicht ist bei Fahrzeugen geboten, die noch das rote Kennzeichen nutzen. Ohne vollwertige Erstanmeldung sind diese lediglich für Probefahrten und Überführungen zugelassen – ein Kasko-Schutz ist in diesem Fall nicht vorhanden. Eine schriftliche Bestätigung für die Kostenübernahme im Schadensfall sollte hier durch den Händler ausgestellt werden.
Wichtig
Wenn das Fahrzeug von mehr als einer Person getestet wird, muss der Autohändler im Vorfeld darüber in Kenntnis gesetzt werden. Ist dies nicht geschehen, entfällt der Versicherungsschutz im Ernstfall komplett.
Auch nach der Probefahrt abgesichert
Ist die Testfahrt abgeschlossen, unbedingt das Fahrzeug mit dem Händler begutachten und die Mängelfreiheit bestätigen lassen. Sollte es während der Fahrt zu einem unerwarteten Problem gekommen sein, empfiehlt es sich, mit dem Händler dieses genau zu besprechen. Vor allem dann, wenn ungewöhnliche Geräuschentwicklungen zu hören sind. Denn diese können vielleicht ein Indikator für ein schwerwiegendes Motorenproblem sein.
Ist die Probefahrt gut verlaufen, sollte einem Kauf nichts mehr im Wege stehen. Vor allem dann nicht, wenn der Wagen zusätzlich auch noch mit seinem Preis überzeugen kann.
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