Bereits zum 15. Mal in Folge treffen sich in diesem Jahr Vertreter gesundheitsbezogener Selbsthilfegruppen, Kontaktstellen und Patientenorganisationen auf Einladung der AOK Hessen zu der Veranstaltungsreihe „Selbsthilfe im Dialog“. Am Samstag ging es in der Handelsschule Herrmann in Form von Fachvorträgen und Gesprächskreisen „zur Sache“. Schirmherr der Reihe ist auch in diesem Jahr der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Dr. Wolfgang Dippel.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema „Patientenkompetenz – der mündige Patient“. Marc Raschke vom Klinikum Dortmund stellte das Konzept der dortigen Patientenhochschule vor und erläuterte, wie wichtig es für Patientinnen und Patienten ist, Therapien gut informiert in Angriff zu nehmen. Nach dem Vortrag diskutierten Raschke, Vertreterinnern und Vertreter der Selbsthilfe sowie AOK-Ärztin Dr. Angela Smith engagiert und bisweilen kontrovers über das Thema. Einig waren sich aber alle über eines: Selbstbewusste, gut informierte Patienten halten sich eher an die gemeinsam mit dem Arzt vereinbarte Therapie. Nachmittags schlossen sich Gesprächskreise an, in denen die Teilnehmer u.a. fachlich fundierte Infos zum Thema „Erste Hilfe im Alltag“ erhielten, ein Kommunikations- und Konflikttraining für Gespräche mit dem Arzt absolvieren oder Entspannungstechniken erlernen konnten. Durch das Programm des Tages führte AOK-Patientenkoordinatorin Susanne Strombach.
In 15 Jahren über 15.000 Menschen erreicht
Für den Vorstandsvorsitzenden der AOK Hessen, Detlef Lamm, ist „Selbsthilfe im Dialog“ ein zentraler Baustein bei der Unterstützung von Selbsthilfearbeit in Hessen. „In den vergangenen Jahren haben wir auf diese Weise über 15.000 Menschen direkt erreicht. Wir haben somit einen unmittelbaren Austausch mit den Betroffenen und bekommen wichtige Impulse für die Gestaltung unserer Versorgungsverträge. Das ist von unschätzbarem Wert.“ Rolf Müller aus dem Verwaltungsrat der Gesundheitskasse ergänzt: „Seit mehr als 15 Jahren berät und unterstützt die AOK engagierte Ehrenamtler aus ganz Hessen. Sie pflegt die landesweit größte Selbsthilfedatenbank auf ihrer Internetseite und bezuschusst eine Vielzahl von Einzelprojekten. Das ist auch aus Sicht der Selbstverwaltung ein ausgesprochen begrüßenswertes Engagement“. Übrigens: Im Jahr 2017 beläuft sich die Förderung der Selbsthilfearbeit durch die AOK hessenweit auf insgesamt 2,1 Millionen Euro.
Bildunterschrift: Bettina Nöll (AOK Hessen), Hubert Möller (AOK Hessen), Rolf Müller (Verwaltungsrat AOK), Marc Raschke (Uniklinik Dortmund), Susanne Strombach (AOK Hessen), Detlef Lamm (Vorstandsvorsitzender AOK Hessen), Herbert Schneider (Verwaltungsrat AOK), Dr. Winfried Kösters (Moderator)