„Kinder musizieren für Kinder“ war das Motto eines einstündigen Konzerts der Musikschule der Stadt Fulda. Zahlreiche Zuhörer waren der Einladung in die Aula der Alten Universität gefolgt und erlebten eine abwechslungsreiche, von ansteckender Spielfreude geprägte Matinée mit vielen überzeugenden Beiträgen.
Begeistert sangen die Kinder der Musikalischen Früherziehung zwei Lieder und begleiteten sich selbst auf dem Glockenspiel. Gut ausgearbeitet waren die Solobeiträge der insgesamt sieben jungen Pianistinnen und Pianisten. Die erst fünfjährige Teresa Kreß überzeugte durch ein sicher vorgetragenes tschechisches Volkslied. Ausdrucksvoll trug Aliyah Strauch „Ein Märchen“ von Sergej Prokofjew vor. Souverän bewältigte Konrad Kaffanke die flinken Läufe in den „Variationen über ein Thema von Paganini“ von Isaak Berkowitsch. Mit differenzierter Artikulation brachte Nikolai Geras einen Satz aus einer Sonatine von Friedrich Kuhlau zu Gehör. Julia Schäfer erfreute das Publikum mit dem „Wilden Reiter“ von Robert Schumann und „Spiel“ von Béla Bartók. In „Regen“ von Viktor Kossenko überzeugte Erik Oldenburg durch sein klanglich fein abgestuftes Spiel. Eileen Tolsdorf zeigte sich dem „Rondo alla turca“ von Wolfgang Amadeus Mozart technisch und klanglich gleichermaßen gewachsen und erntete zu Recht großen Beifall.
Hinter diesen Leistungen standen die der jungen Streicher und Bläser nicht zurück: Mit sicherem Strich und guter Intonation trug Johann Reichard (Violine), am Klavier begleitet von seiner Schwester Clara, die „Taube“ von Iosif Ivanovici vor. Ein Streichquartett mit Johann und Clara Reichard, Jana Wierlacher und Jana Groß überzeugte in zwei Arrangements von Sheila Nelson durch perfektes Zusammenspiel. Nach nur einem halben Jahr Unterricht spielte Katharina Hoos (Querflöte) mit schönem Klang einen Tanz von Claude Gervais. Martha Tsamaltoupis (Violine) erfreute das Publikum in „Babuschka tanzt“ von Andrea Holzer-Rhomberg durch tänzerischen Schwung. Mit singendem Ton trugen Clara Dahlmann (Querflöte) und ihre Schwester Hannah ein Albumblatt von Emil Kronke vor. Johanna Schilde (Violine) und Julia Schäfer (Klavier) verstanden sich gut in einem „Türkischen Marsch“ von Ludwig van Beethoven, den sie mit lebendiger Artikulation zu Gehör brachten. Anschließend spielte Johanna Schilde allein auf ihrer Kindervioline einen Rigaudon von Jean Philippe Rameau – da wurde es ganz still in der Aula. Julia Scholz (Violine) gefiel, am Klavier begleitet von ihrer Mutter, in einer lebhaft gespielten Fanfare von Michel Corrette. Jakob Richter (Horn) bereicherte das Konzert mit der klangschön vorgetragenen Romance in Es-Dur von Camille Saint-Saëns. Marina Gajda begleitete ihn am Klavier. Als versierter Trompeter erwies sich Gero Pfaff, der mit strahlendem Klang und guter Intonation den „Occasional March“ von Georg Friedrich Händel spielte. Das Konzert endete mit dem Auftritt des Trompetenensembles „Trombi Crescendo“, das mit großer Spielfreude zwei Titel von Andrew Lloyd Webber und Christian Bruhn präsentierte.