Written by 21:01 Alle Nachrichten, Politik & Wirtschaft

Land Hessen fördert den Aufbau von regionalen Gesundheitsnetzen – Staatssekretär Dr. Dippel überreicht Bewilligungsbescheid

Dr. Wolfgang Dippel, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, überreichte heute in Fulda den Förderbescheid 2015 für das Programm „Bildung regionaler Gesundheitsnetze“ und das daraus finanzierte Projekt des Landkreises. „Wie bereits 2014 wird der Landkreis Fulda auch im Jahr 2015 mit 75.000 Euro beim Aufbau eines zentralen Case- und Care-Managements vom Land Hessen unterstützt.“ Dr. Dippel nannte die Arbeit vor Ort „wegweisend für die medizinische und pflegerische Versorgung im ländlichen Raum.“

Mit dem Förder-Programm „Bildung regionaler Gesundheitsnetze“ werde die Erstellung von regionalen Versorgungskonzepten auf der Basis von lokalen Versorgungsanalysen sowie daraus ableitend Umsetzungsprojekte finanziell unterstützt, erläuterte der Staatssekretär das Landesprogramm. „Wenn die Modelle sich vor Ort bewähren, wollen wir diese auch für die Landesebene nutzbar machen, das heißt, die Förderung innovativer Ansätze kommt zunächst der Region und im weiteren dann auch der Gesundheitsversorgung landesweit zu Gute“, erklärte Dr. Dippel das Konzept, das nach dem so genannten „bottom-up“-(von der örtlichen zur Landesebene) Prinzip arbeite.

Durch die demografische Entwicklung wird mit einer Zunahme von Patientinnen und Patienten mit chronischen und mehrfachen Erkrankungen zu rechnen sein, die ein interdisziplinäres Zusammenwirken der Gesundheits- und Pflegeberufe zunehmend erforderlich machen wird. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der demografische Wandel landesweit nicht gleichmäßig, sondern regional und lokal differenziert vollzieht. Damit auch künftig eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige medizinische und pflegerische Gesundheitsversorgung möglich ist, sind Lösungen notwendig, die sich aus der regionalen Entwicklung der Demografie und Morbidität der Bevölkerung ergeben.

Die Förder-Regionen haben sich verpflichtet, über ihre Arbeitsergebnisse in den überregionalen Gesundheitskonferenzen nach dem Hessischen Krankenhausgesetz zu berichten. „Auf diese Weise wird ein Erfahrungsaustausch unter den Regionen organisiert“, erläuterte Dr. Dippel abschließend. „Zudem können die Landkreise dort unmittelbar Einfluss auf die Planungen auf Landesebene nehmen.“

Visited 1 times, 1 visit(s) today
Close