Written by 12:11 Alle Nachrichten

Be Smart – Don’t Start: Fünf hessische Schulen gewinnen Kreativpreis

Be Smart – Don’t Start, der bundesweite Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen, fand im Schuljahr 2014/2015 bereits zum achtzehnten Mal statt. Heute wurden im Outdoorzentrum Lahntal die hessischen Gewinnerklassen des Kreativwettbewerbs ausgezeichnet. Sie kommen aus Hadamar, Dietzenbach, Taunusstein, Borken und Gersfeld.

Durch die Teilnahme bei Be Smart soll Schülerinnen und Schülern ein Anreiz gegeben werden, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen. Er richtet sich daher besonders an die Klassen, in denen noch nicht geraucht wird oder nur wenige Schülerinnen und Schüler rauchen. Im Schuljahr 2014/2015 hatten sich 369 hessische Klassen angemeldet. Ein Großteil von ihnen schaffte es, die Anforderungen des Wettbewerbs – mindestens 90 Prozent einer Klasse müssen ein halbes Jahr lang auf das Rauchen verzichten – zu erfüllen und damit „smart“ zu sein bzw. zu werden.

And the winner are
Darüber hinaus haben 15 Klassen am von der AOK Hessen und dem Hessischen Kultusministerium (HKM) ausgeschriebenen Kreativ-Wettbewerb teilgenommen. Ausgezeichnet wurden die Klasse 6fG der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar für einen Kurzfilm über ein krebskrankes Mädchen, die Klasse 7cR der Heinrich-Mann-Schule in Dietzenbach für den Kurzfilm „Zug um Zug“, die Klasse 6d der Gesamtschule Obere Aar in Taunusstein für das Projekt „Smokebusters“, die Klasse 6b der Gustav-Heinemann Schule in Borken für eine Talkshow zum Thema Rauchen und die Klasse 8Ra der Rhönschule in Gersfeld für eine moderne Tanzchoreographie. Die Gewinnerklassen durften einen Erlebnistag im Tipidorf des Outdoorzentrums Lahntal verbringen. Natürlich inklusive Bogenschießen – Winnetou lässt grüßen. Zehn weitere Klassen haben eine Pausenkiste mit Bewegungsspielen bzw. andere Sachpreise erhalten.

AOK sieht Erfolge
„Be Smart – Don’t Start ist erfolgreich“, betonte AOK-Vertreterin Kerstin Roth. Die gesunkene Raucherquote bei Jugendlichen belege eindrucksvoll, dass solche Präventionskampagnen enorm viel Sinn ergäben. Im Jahr 2012 rauchten nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nur noch 12 Prozent der Jugendlichen – im Jahr 2001 waren es noch rund 28 Prozent. „Genau das ist es auch was wir erreichen wollen: Mit sinnvollen Präventionsprojekten frühzeitig dafür sorgen, dass die Menschen in späteren Jahren gar nicht erst krank werden“, sagte Roth.

Längerfristiger Kooperation angestrebt
In der Tat: Der Wettbewerb Be Smart – Don´t Start ist ein Erfolgsmodell. Das sieht man auch im Hessischen Kultusministerium so: „Rund 7000 Schülerinnen und Schüler der in diesem Schuljahr beteiligten Schulklassen haben mit Erfolg teilgenommen, worüber wir uns sehr freuen, und wir wollen dies in Zukunft noch weiter ausbauen“, sagte Psychologiedirektor Hartmut Bohrer, der landesweit als Schulpsychologe für die Suchtprävention zuständig ist. Aus diesem Grund planen die AOK und das  HKM eine längerfristige Kooperationsvereinbarung. Damit wäre die Weiterführung des Wettbewerbs für die nächsten Jahre gesichert.

Hintergrund zu „Be Smart – Don’t Start“:
Der Wettbewerb ist ein Programm zum Nichtrauchen vorwiegend für sechste bis achte Schulklassen und wird vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT Nord) in Kiel koordiniert. Viele Jugendliche beginnen in diesem Alter mit dem Rauchen zu experimentieren. Die Regeln des Wettbewerbs sind einfach: Mindestens 90 Prozent der Schüler einer Klasse entscheiden sich dafür, am Wettbewerb teilzunehmen. Die teilnehmenden Klassen verpflichten sich, ein halbes Jahr lang nicht zu rauchen. Wenn mehr als zehn Prozent der Schüler in einer Klasse rauchen, scheidet die Klasse aus dem Wettbewerb aus. Die Schulklassen, die ein halbes Jahr lang rauchfrei waren, nehmen an einer Lotterie teil, bei der Geld- und Sachpreise verlost werden. Viele beteiligte Klassen führen zudem begleitende kreative Aktionen zum Thema „Nichtrauchen“ und zur Gesundheitsförderung durch, für die gesonderte Auszeichnungen vergeben werden. In Hessen wird der Wettbewerb durch das Kultusministerium und die AOK getragen.

Visited 2 times, 1 visit(s) today
Close