Das ist das Thema einer Informationsveranstaltung von Bündnis90/Die Grünen Vogelsberg am Donnerstag 26. Februar um 19.30 Uhr im Posthotel Johannesberg in Lauterbach.
Die meisten Verbraucher wünschen sich Lebensmittel, die möglichst in der Region produziert wurden. Am besten aus ökologischem Anbau, unter Beachtung von Tier- und Naturschutz. Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft ist vielen Menschen wichtig.
Doch die landwirtschaftlichen Betriebe sind abhängig von den Preisen des globalen Supermarktes. Sie sind gezwungen, mit möglichst wenig Aufwand immer größere Mengen an Obst, Gemüse, Milch, Fleisch zu produzieren. Nur so lassen sich überhaupt noch Gewinne erzielen.
Die Politik beginnt allmählich, hier gegenzusteuern. Das neue Förderprogramm HALM des hessischen Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums unterstützt eine nachhaltige umweltgerechte Landbewirtschaftung. Und auch auf europäischer Ebene setzen sich Politiker der Grünen für diese Ziele ein.
Leider sieht es aber zur Zeit noch so aus, dass sich nachhaltiges, ökologisches Wirtschaften nicht oder fast nicht lohnt. Vor allem nicht für Betriebe, die sich an die Richtlinien der anerkannten Bio-Verbände halten. Auch kleinere konventionelle Betriebe, die sich um Bodenerhalt, Gewässerschutz und Tierwohl bemühen, können am Markt kaum bestehen.
Die Solidarische Landwirtschaft bietet sich hier als eine mögliche Lösung an: Eine Gruppe von Verbrauchern bildet mit einem Hof eine Gemeinschaft. Die Mitglieder bezahlen einen monatlichen Beitrag, der so hoch ist, dass der Hof damit wirtschaften kann. Der Landwirt ist dadurch unabhängig von den Marktpreisen und erhält Planungssicherheit. Die Verbraucher erhalten Lebensmittel aus ökologischem Anbau direkt vom Hof. Kosten für Vermarktung und Transport entfallen weitgehend, die ländliche Region wird gestärkt.
In einem Vortrag über die Solawi Marburg wird dargestellt, wie das System der solidarischen Landwirtschaft in der Praxis funktioniert. Anschließend steht der Referent Gunter Kramp für Fragen zur Verfügung. Im besten Fall ergibt sich aus der Veranstaltung die Gründung einer neuen Solawi.
Weitere Informationen unter: www.solidarische-landwirtschaft.org