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27 Standorte in 24 Städten und Gemeinden erhalten rund 19,2 Millionen Euro

Wiesbaden. Städte bieten ihren Bewohnerinnen und Bewohnern vielfältige soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungsmöglichkeiten. So lässt sich auch der anhaltende Trend hin zum Wachstum vieler Städte erklären. „Verbunden mit diesem Wachstum ist aber auch eine erhebliche Anzahl von Problemen bei deren Lösung das Land den Städten helfen möchte. Ein wichtiger Baustein hierfür ist das Förderprogramm Soziale Stadt“, erläuterte Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz. Die Fördergelder des Programms stammen jeweils zur Hälfte vom Bund und dem Land. „Damit werden gezielt Stadtteile gefördert, die über einen besonderen Entwicklungsbedarf verfügen. Die Bündelung verschiedener Maßnahmen und die konsequente Einbeziehung der Anwohner bereits in der Planungsphase sichern den größtmöglichen Erfolg“, so Ministerin Hinz. Förderfähig sind dabei sowohl innerstädtische und innenstadtnahe Stadtgebiete, als auch große Wohnsiedlungen.

Das Land Hessen stellt in diesem Jahr gemeinsam mit dem Bund  rund 19,2 Millionen Euro für das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ zur Verfügung. Dies teilte die Ministerin für Stadtentwicklung heute in Wiesbaden mit. Insgesamt werden 27 Standorte in 24 Städten und Gemeinden in Hessen gefördert. Gänzlich Neu aufgenommen werden die Standorte Darmstadt – Pallaswiesenviertel/Mornewegviertel, Fulda – Ostend/Ziehers Süd, Hanau – Freigerichtsviertel, Kelsterbach – An der Niederhölle, Marburg – Ockershausen/ Stadtwald und Marburg – Waldtal.

Die Zuwendungsbescheide werden in diesen Tagen in Kooperation mit der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) an die Kommunen versandt. Die Kommunen beteiligen sich mit weiteren rund 9,6 Millionen Euro an der Umsetzung des Programms.

Im Sinne einer nachhaltigen Stadterneuerung erfolgt eine enge Verknüpfung sozialer, ökologischer, kultureller und ökonomischer Handlungsfelder. Die Stabilisierung der Stadtteile wird dabei aber nicht nur durch gezielte Förderung von außen erreicht. Die enge Kooperation der Gemeinden mit den Akteuren vor Ort spielt ein ebenso bedeutende Rolle. „Das gewünschte Ziel einer städtischen Entwicklung und einer besseren Wohnqualität, kann nur erreicht werden, wenn alle Anwohner sich gemeinsam für ihr Quartier einsetzen und miteinander kooperieren. So entsteht auch das notwendige Gefühl der Gemeinsamkeit“, betonte Priska Hinz

Die Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier können den Erfolg der integrierten Standortentwicklung direkt erleben: Gebäude und Wohnumfeld werden neu gestaltet, attraktive und öffentliche Aufenthaltsräume werden geschaffen und es werden Infrastrukturangebote installiert, die sich immer nach den Bedürfnissen der Menschen vor Ort richten.

Das Stadterneuerungsprogramm erfüllt die Funktion eines städtebaulichen Investitionsprogramms mit erheblicher Anstoßwirkung für andere öffentliche und private Investitionen. „Die Erfahrung vieler Jahre zeigt, dass jedem Euro staatlicher Förderung ein vielfaches an privaten Investitionen folgt“, bekräftigt Ministerin Hinz. Darüber hinaus ist es Leitprogramm zur Integration anderer wichtiger Politikfelder, wie beispielsweise Jugend- und Sozialpolitik, Wohnungsbau und lokale Beschäftigung – unter Einbeziehung der jeweiligen Akteure im Stadtteil und in der Gemeinde.

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