
Zur diesjährigen Freisprechung hatte die Friseur-Innung Fulda ihren Nachwuchs in die Propstei Johannesberg eingeladen. Hinten links: Obermeister Michael Weber und Dr. Rudolf Drexler, rechts außen: Stefan Otterbein
Fulda. 21 junge Nachwuchsgesellinnen und –gesellen konnten jetzt im Rahmen der Freisprechungsfeier der Friseur-Innung Fulda in der Propstei Johannesberg ihren Gesellenbrief in Empfang nehmen. Obermeister Michael Weber beglückwünschte den Nachwuchs zur bestandenen Prüfung und dankte den Ausbildungsbetrieben, den Ausbildern und der Berufsschule. Sie alle hätten ihren Beitrag zur erfolgreichen Gesellenprüfung geleistet. Es sei wichtig, so Weber weiter, die Qualität der Ausbildung ständig weiterzuentwickeln und zu verbessern, um den Berufsstand zu sichern.
Kreishandwerksmeister Claus Gerhardt ging in seiner Ansprache auf die Bedeutung der Nachwuchsarbeit im Handwerk ein. Dies sei inzwischen eine Kernaufgabe berufsständiger Organisationen wie Innungen und Kreishandwerkerschaft. Anerkennung gelte den jungen Nachwuchsgesellinnen und –gesellen, so Gerhardt weiter, schon alleine deshalb, weil sie sich für die Praxis und für eine duale Ausbildung entschieden hätten. Das sei nicht selbstverständlich. Der Anteil junger Leute, der sich gegen eine Ausbildung und für den Besuch einer weiterführenden Schule entscheiden würde, nähme leider ständig zu. Er sei überzeugt davon, dass dabei aber viele die falsche Entscheidung treffen würden. Das Interessante am Friseurberuf sei nach Meinung des Kreishandwerksmeisters, dass nicht alleine die handwerkliche Leistung im Vordergrund stände. Friseure seien Schönheitsspezialisten. Sie seien in der Lage, Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und Ihnen das gute Gefühl mitzugeben, endlich wieder schön auszusehen.
Stefan Otterbein, Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses, äußerte sich zufrieden mit dem Verlauf der Prüfung. Der Ausschuss hätte wieder ganze Arbeit geleistet, dafür gebühre ihm Dank. Zum Zweck der Qualitätssicherung in der Ausbildung wäre es aber wichtig, dass sich auch Prüfungsausschussmitglieder immer wieder weiterbilden würden. Die Glückwünsche und Grußworte der Eduard-Stieler-Schule als zuständige Berufsschule überbrachte Schulleiter Dr. Rudolf Drexler. Für ihn sei der Friseurberuf in besonderem Maße ein Beruf, wo es auf Fantasie und Kreativität ankäme. Wichtig seien in gleichem Maße Service und Leistung.