
Der stellvertretende Amtsleiter des Staatlichen Schulamtes, Stephan Schmitt (rechts), präsentierte die aktuellen Zahlen zusammen mit Schulamtsdirektorin Eleonore Reuthe. Links Pressesprecher Ralf Kleemann.
Fulda. Nach sechs Wochen Sommerferien startet nun – insgesamt drei Wochen später als im Vorjahr – das neue Schuljahr mit insgesamt mehr als 20000 Schülerinnen Schülern an den Schulen der hiesigen Region. Hinzu kommen noch vermutlich rund 9000 Schüler an den beruflichen Schulen. „Der Start in das neue Schuljahr wird ohne Probleme vonstatten gehen“ gibt sich Stephan Schmitt optimistisch. Der Leitende Schulamtsdirektor führt als stellvertretender Amtsleiter nach der Pensionierung von Dr. Michael von Rüden seit Anfang August die Amtsgeschäfte der Schulbehörde. „Die Schulen des Schulamtsbezirks stehen Gewehr bei Fuß, die Unterrichtsversorgung ist durchgängig gewährleistet, und wir haben die benötigte Lehrerversorgung erhalten“, begründet Schmitt seinen Optimismus.
Belegt wird diese Prognose durch die aktuellen Zahlen, die Schmitt zusammen mit Schulamtsdirektorin Eleonore Reuther und Pressesprecher Ralf Kleemann präsentierte. Insgesamt 90 öffentliche Schulen (Privatschulen nicht mitgerechnet) gewährleisten den Bildungsauftrag, wobei die Grundschulen mit 55 das Gros der Einrichtungen stellen. Nachdem die Eberhardschule in Tann nach dem Auslaufen des Hauptschulzweiges nur noch als Grundschule fungiert, in Flieden die Förderstufe für die Klasse 5 nicht mehr angeboten wird und die Grundschule in Schwarzbach vor dem letzten Schuljahr vor ihrer Schließung steht, sind derzeit keine weiteren Schließungen geplant und auch keine weiteren Schulen beziehungsweise Schulformen akut gefährdet.
Dennoch ist ein signifikanter Rückgang der Schülerzahlen von insgesamt 677 zu verzeichnen, der erstmals alle Schulformen betrifft. Mit 225 beziehungsweise 167 fällt der Rückgang bei den Realschulen und den Grundschulen dabei am deutlichsten aus. „Das ist eindeutig der demographischen Entwicklung geschuldet“, erläutert Schulamtsdirektor Schmitt. Dieser Rückgang hat auch einen Rückgang von insgesamt 34 Lehrerstellen zur Folge, der jedoch nahezu deckungsgleich durch Pensionierungen abgedeckt wird. Allerdings: Die Zahl der Neueinstellungen fällt in diesem Jahr für alle Schulformen so niedrig wie seit langem nicht mehr aus. Die Abdeckung an den Schulen mit Lehrerstellen liegt bei allen Schulen bei der vom Kultusministerium gewährleisteten Vorgabe von 104 Prozent, die lediglich bei den beruflichen Schulen noch nicht erreicht ist.
Abschließend wurde noch erwähnt, dass die Antonius-von Padua-Schule in Fulda erstmalig in diesem Schuljahr als eine inklusive Grundschule an den Start geht. 36 Schulen firmieren mittlerweile unter dem Prädikat „Ganztagsschulen“, wobei 33 das Profil eins (Angebot für drei bis vier Tage) und drei das Profil zwei (Ganztagsangebot an allen fünf Tagen) zur Anwendung bringen.
Als Fazit bliebe festzuhalten, dass der Schulamtsbezirk Fulda in allen Bereichen abermals sehr gut aufgestellt ist und nicht zuletzt mit durch eine enge Vernetzung mit den Schulträgern Stadt Fulda sowie Landkreis quantitativ und qualitativ bestens gerüstet in das neue Schuljahr geht, das dann am 24. Juli 2015 enden wird.