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Landrat spricht sich für Fortsetzung der kooperativen Zusammenarbeit mit Naturschutzbeirat aus

Der neu gewählten Naturschutzbeirat des Landkreises Fulda mit dem Vorsitzendem Matthias Müller (vorne, 2.v.r.) und seinem Stellvertretender Karl Graeser (vorne, 1.v.r.)   Foto: Gilbert

Der neu gewählten Naturschutzbeirat des Landkreises Fulda mit dem Vorsitzendem Matthias Müller (vorne, 2.v.r.) und seinem Stellvertretender Karl Graeser (vorne, 1.v.r.)
Foto: Gilbert

Fulda. Von der neu beginnenden Amtsperiode des Naturschutzbeirats für den Landkreis Fulda erhofft sich Landrat Bernd Woide eine Fortsetzung der kooperativen Zusammenarbeit. Auf der konstituierenden Sitzung würdigte er die ehrenamtliche Tätigkeit der Beiratsmitglieder und dankte für die geleistete Arbeit.

Auch wenn der Beirat aufgrund gesetzlicher Regelungen nur eine beratende Funktion habe, seien die mit Fragen des Natur- und Landschaftsschutzes befassten Fachdienste der Kreisverwaltung auf den Sachverstand und das Engagement der einzelnen Mitglieder angewiesen, unterstrich Landrat Woide. Er stellte dem Naturschutzbeirat in Aussicht, künftig an zwei Sitzungen pro Jahr zum Gespräch und Austausch zur Verfügung zu stehen.

Nach seinen einleitenden Worten ging Landrat Woide auf das aktuelle Thema Windkraft ein. Hier rechnet er mit der zweiten Offenlegung des Regionalplans Mitte nächsten Jahres. Es bleibe also Zeit, die „Überhitzungen“ aus der öffentlichen Debatte zu nehmen. Letztlich sei aber nicht die Ausweisung von Vorrangflächen maßgeblich für den Bau von Windkraftanlagen, sondern die weitere Entwicklung der ökonomischen Rahmenbedingungen.

Von Seiten der Beiratsmitglieder wurden Verstöße gegen naturschutzrechtliche Bestimmungen, insbesondere beim Schutz von Hecken und Bäume, beklagt. Neben der widerrechtlichen Beseitigung komme es vermehrt auch zu Pflegemaßnahmen außerhalb des zulässigen Zeitraums. Der Landrat sprach sich für eine verstärkte Bewusstseinsbildung aus, um die Öffentlichkeit noch intensiver für die Belange des Naturschutzes zu sensibilisieren.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wählten die Beiratsmitglieder Matthias Müller (Hünfeld-Roßbach) zum Vorsitzenden und Karl Graeser (Künzell) zum stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums. Matthias Müller ist auch Beauftragter des Naturschutzbeirats für den Nordteil des Landkreises und Karl Graeser für den Südteil. Sachkundige Bürger sind Stefan Zaenker (Fulda), Herbert Schmitt (Petersberg) und Carsten Wienröder (Eichenzell).

Als Mitglieder bzw. Stellvertreter gehören dem Beirat Winfried Schäfer, Georg Hohmann (beide Petersberg), Hartmut Brönnecke (Ebersburg), Ludwig Glotzbach (Eiterfeld), Uwe Barth (Tann), Jörg Burkard (Neuhof), Reinhard Kolb (Eichenzell), Hilmar Hartmann (Gersfeld-Hettenhausen), Dr. Hans Daub (Fulda), Thomas Ruppel (Petersberg), Dieter Dudyka (Hofbieber), Dr. Hubert Beier (Nüsttal) und Norbert Gering (Großenlüder-Müs) an.

Schwerpunktmäßig will sich der Naturschutzbeirat des Landkreises Fulda in seiner neuen Amtsperiode unter anderem mit der Umsetzung der Wasserrahmrichtlinie, einer Auflistung der Ausgleichsmaßnahmen im Kreisgebiet, den Auswirkungen der Energiewende in der Region, den Möglichkeiten der Flurneuordnung, den im Rahmen der Umsetzung von Natura 2000 geplanten Maßnahmen sowie dem Artenschutz beschäftigen.

 

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