Written by 0:11 Alle Nachrichten

TK gibt Tipps, wie Familien das Abenteuer “Klinik” meistern

Frankfurt am Main. Rund 120.000 Kinder werden jedes Jahr stationär an hessischen Krankenhäusern behandelt. Im Durchschnitt bleiben sie gut fünf Tage in der Klinik, meldet die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen. Zu den häufigsten Gründen für Klinikeinweisungen bei Kindern gehören Mandel- und Blinddarmentzündungen, Gehirnerschütterungen und Durchfall. Auch wenn die Kinder in den meisten Fällen nicht unter lebensbedrohlichen Beschwerden leiden, ist für die Familien ein Klinikaufenthalt große Belastung. Die TK gibt zum “Tag des Kinderkrankenhauses” Tipps, wie das Klinik-Abenteuer gemeistert werden kann.
“Ein Krankenhausaufenthalt ist wohl für jeden Menschen beunruhigend. Für Kinder kann es aber besonders beängstigend sein. Gerade Kleinkinder können oftmals den Zusammenhang zwischen ‘krank sein’ und Krankenhaus nicht herstellen”, weiß Annemarie Czieslik, Fachärztin für psychotherapeutische Medizin aus dem TK-Ärztezentrum. Daher sei es wichtig, den Nachwuchs auf den bevorstehenden Klinikaufenthalt vorzubereiten. “Den Kleinen sollte behutsam erklärt werden, dass ein Krankenhaus ein Ort ist, in dem ihnen geholfen wird. Auch die Aufgaben von Ärzten und Krankenschwestern sollten den Kindern nahe gebracht werden.” Wichtig sei, dass sich die Eltern Zeit für die Fragen der Kinder nehmen und ihnen Zuversicht und Ruhe vermitteln.

Für Kinder ist es außerdem eine Hilfe, wenn sie gewohnte Gegenstände von zu Hause mit in die Klinik nehmen. “Das können beispielsweise Spielsachen, Fotos und Bilderbücher sein”, sagt Czieslik. Das wichtigste sei jedoch die Nähe zu den Eltern. Wenn der Arzt es für medizinisch notwendig hält, können Mutter, Vater oder auch ein anderer der Familie nahestehender Erwachsener kostenlos mit in der Klinik übernachten. Sollte den Eltern dadurch der Verdienst wegfallen, weil sie beispielsweise unbezahlten Urlaub nehmen müssen, erstattet die TK Ihnen den Verdienstausfall teilweise oder sogar in voller Höhe. Gibt es in der Familie weitere Kinder unter 14 Jahren, die in dieser Zeit versorgt werden müssen, kommt die TK zusätzlich für eine Haushaltshilfe auf.

Im Krankenhaus wird das Kind vielen Untersuchungen und Behandlungen unterzogen, die es möglicherweise nicht versteht. “Deshalb sollten Eltern ihrem Nachwuchs erklären, warum was geschieht und deutlich machen, dass alles dazu dient, sie wieder gesund zu machen”, erklärt Czieslik. Um die Zeit zwischen den Untersuchungen angenehm zu gestalten, können Mutter und Vater dem Kinder etwas vorlesen oder ein Spiel mit ihm spielen. “Außerdem freuen sich die Kleinen immer über Besuch von Freunden und Verwandten.”

Bevor das Kind überhaupt ins Krankenhaus kommt, sollten Eltern den Arzt fragen, ob der Eingriff zwingend stationär erfolgen muss. Denn was viele Eltern nicht wissen: Dank modernster Operationsmethoden und sanfterer Narkoseverfahren können viele kleinere Eingriffe wie Leistenbrüche und Vorhautverengungen inzwischen ambulant operiert werden. “Die Kinder können schon wenige Stunden nach dem Eingriff wieder nach Hause und sich in ihrer gewohnten Umgebung erholen. Das eigene Bett, keine festen Besuchszeiten und die Familie direkt in der Nähe wirken sich positiv auf den Heilungsprozess aus”, erklärt Czieslik.

Visited 2 times, 1 visit(s) today
Close