Petersberg. In diesem Jahr wagt sich die Theaterwerkstatt der Richard-Müller-Schule Fulda mit ihrer aktuellen Schultheaterproduktion „Nathan – Metamorphosen – Grenzüberschreitungen“ an einen weiteren Klassiker der deutschen Literatur: G. E. Lessings Drama „Nathan der Weise“. Ausgehend von Lessings berühmter Ringparabel sowie schauspielerischen Skizzen zur Handlung seines „Nathans“ verzahnt das Theaterstück eine Vielzahl interkultureller Texte und Szenen aus Christentum, Judentum und Islam zum Thema „Mensch, Kreatur, Natur“ und setzt diese mit dem reichen Repertoire an gestalterischen Möglichkeiten des Theaters wirkungsvoll in Szene.
Die moderne, postdramatische Inszenierung stellt die Frage nach der „wahren Religion“. Handlungsort ist eine Gesellschaft, die auf Konflikten, Vorurteilen und Intoleranz zwischen den Religionen beruht. Der Einzige, der dem entgegenwirkt, ist Nathan. Kann er den Menschen verdeutlichen, dass alle Kulturen und Religionen gleichberechtigt sind und friedlich miteinander leben können? Als sich Nathans jüdische Ziehtochter Recha in einen christlichen Tempelherren verliebt, stehen der Glaube und die Tradition unbarmherzig zwischen ihnen. Wie wird die Gesellschaft auf eine solche grenzüberschreitende Liebe reagieren? Werden sich die beiden Liebenden den gesellschaftlichen Zwängen, Normen und Vorurteilen beugen oder für ihre gemeinsame Liebe kämpfen?
Der zweite Teil der Inszenierung führt uns in die unmittelbare Gegenwart, wobei viele gegenwärtige Probleme aufgegriffen werden: Glaube, Fanatismus, Terrorismus, Ökologie, Ressourcenverschwendung, Klimawandel und Gentechnik. Herrschen im 21. Jahrhundert Liebe, Frieden und Toleranz? Ist der Mensch zu ethisch-moralischem Handeln fähig? Ist er in der Lage die engen Grenzen seines Glaubens zu überschreiten? Prägende Elemente der modernen Theaterinszenierung sind Tanz- und Bewegungschoreografien, Live-Songs, der Einsatz von Medien, Schwarzlicht- und Maskentheater, Pantomime sowie ergreifende Standbilder auf der Bühne. Die Theaterproduktion „Nathan – Metamorphosen – Grenzüberschreitungen“ ist offizieller Wettbewerbsbeitrag der Richard-Müller-Schule zum landesweiten Wettbewerb „Trialog der Kulturen“ der Herbert Quandt-Stiftung sowie zum deutschlandweiten Wettbewerb „Schultheater der Länder 2013“.
8 Aufführungen:Â Â Â
19., 20., 21. und 24. Juni 2013, jeweils 10:30 und 19:30 Uhr
Aufführungsort:Â Â Â Â Â
Propsteihaus Petersberg, Rathausplatz 1, 36100 Petersberg
Eintritt:Â Â Â
5 Euro Einheitspreis pro Person bei allen Schülervorstellungen; 8 Euro normal / 5 Euro ermäßigt (Schüler / Studenten / Arbeitslose) bei allen Abendvorstellungen
Kartenvorverkauf:
ab sofort im Sekretariat der Richard-Müller-Schule Fulda (Tel.: 0661 / 96870, 8 – 16 Uhr), bei der Geschäftsstelle der Fuldaer Zeitung, Am Peterstor 18 (Tel.: 0661 / 280644) und in der Buchhandlung „Uptmoor“, Friedrichstraße 20 (Tel.: 0661 / 928520)
Kartenvorbestellungen:Â Â Â
telefonisch unter 0661 / 9015612 (Anrufbeantworter), per E-Mail an RiMS-Theaterwerkstatt@web.de, auf der Homepage der RiMS-Theaterwerkstatt unter www.rims.schulen-fulda.de/theaterwerkstatt und direkt durch Eintragen in die ausgelegten Bestelllisten im Sekretariat der Richard-Müller-Schule Fulda.