Wiesbaden. Jugendliche, denen ein Abbruch ihrer Berufsausbildung droht, erhalten in Hessen weiterhin professionelle Hilfe. Das Modellprojekt QuABB („Qualifizierte berufspädagogische Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb“) wird bis Ende 2014 verlängert, wie Kultusministerin Nicola Beer und Wirtschaftsminister Florian Rentsch mitteilten: „Die wissenschaftliche Auswertung hat die positiven Auswirkungen nachgewiesen. Rund 70 % der im Rahmen des Projekts begleiteten Auszubildenden haben anschließend ihre Ausbildung fortgesetzt.“ Seit dem Projektstart 2009 wurden über 3000 Auszubildende beraten.
Im Rahmen des von Wirtschafts- und Kultusministerium begonnenen Projekts unterstützen Ausbildungsbegleiterinnen und -begleiter sowie Berufsschullehrkräfte Auszubildende, Betriebe und Berufsschulen, wenn eine Ausbildung vom Abbruch bedroht ist. Betriebe und Berufsschule können so Konflikte oder private Probleme, die im Ausbildungsalltag nicht gelöst werden können, pädagogisch angehen. Erfahrungen zeigen, dass frühe und professionelle Hilfe die Aussichten auf den Erhalt des Ausbildungsverhältnisses deutlich steigert.
„Nur jeder zweite Abbrecher findet anschließend eine neue Ausbildungsstelle“, erklärten Beer und Rentsch. „Wenn das nicht gelingt, droht der vollständige Ausstieg aus der beruflichen Qualifizierung mit der Folge prekärer Berufsperspektiven und dauerhafter Abhängigkeit von sozialen Transferleistungen. Bei den betroffenen Betrieben kann die negative Erfahrung zum dauerhaften Rückzug aus der dualen Ausbildung führen. Deshalb ist Vorbeugung so wichtig.“
Das Projekt erstreckt sich auf zwölf Modellregionen. Teilnehmer sind :die Stadt Frankfurt, Stadt und Landkreis Kassel, Stadt und Landkreis Offenbach, die Stadt Darmstadt und der Kreis Darmstadt-Dieburg, die Stadt Fulda, die Städte Gießen und Wetzlar, Hanau und der Main-Kinzig-Kreis sowie die Kreise Hersfeld-Rotenburg, Lahn-Dill, Groß-Gerau, Odenwald und Bergstraße. Die Koordinierungsstelle ist bei der INBAS GmbH angesiedelt.
Weitere Informationen unter: www.quabb.inbas.com.