Fulda. Im Rahmen der Gewässerschutzberatung im Maßnahmenraum Ebersburg-Eichenzell-Gersfeld-Poppenhausen zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Hessen fördert die Firma RhönSprudel den Anbau von 110 Hektar Zwischenfrüchten durch die Übernahme der Saatgutkosten in Höhe von knapp 6.300 Euro.
26 Landwirte haben Senf, Gemenge aus verschiedenen Pflanzen, Gras, Phacelia, Raps und Bienenblühmischungen als Zwischenfrüchte auf ihren Flächen angebaut. Nach der Ernte der Hauptfrucht soll im Boden verbliebener Düngestickstoff gebunden und über den Winter in den Pflanzen gespeichert werden. Durch diese Maßnahme wird der Eintrag von Stickstoff aus dem Oberboden in das Grundwasser verhindert. Weitere Vorteile des Zwischenfruchtanbaus sind eine gute Unterdrückung von Unkräutern und die Schaffung einer guten Bodengare durch eine intensive und tiefe Durchwurzelung des Bodens. Außerdem lockern blühende Zwischenfrüchte das Landschaftsbild im Herbst auf und bilden eine Nahrungsquelle für Insekten.
Erfreut zeigten sich die Vertreter von Rhön-Sprudel über die hohe Zahl von Landwirten mit einer großen Fläche, die so einen Beitrag zum Schutz des Grundwassers leisten. Hintergrund des von Rhön-Sprudel und Förstina-Sprudel unterstützten Beratungsprojekts, für das der Landkreis Fulda im Auftrag des Regierungspräsidiums die Projektträgerschaft übernommen hat, ist die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie. Hierbei ist das Ziel, den Zustand des Grund- und Oberflächenwassers zu verbessern bzw. einen bereits bestehenden guten Zustand der Gewässer zu erhalten.
Im Rahmen des Beratungsprojektes im Maßnahmenraum Ebersburg-Eichenzell-Gersfeld-Poppenhausen, das vom Ingenieurbüro Schnittstelle-Boden betreut wird, werden den Landwirten Beratungsangebote rund um die Bereiche Landwirtschaft, Grundwasser- und Erosionsschutz gemacht. Dies sind neben Feldbegehungen zu verschiedenen Themen des Grundwasser- und Oberflächengewässerschutzes auch Sprechtage zur Ermittlung des jeweils aktuellen Düngebedarfes, Beprobungen von 140 Nmin-Dauerbeobachtungsflächen mit gezielten Düngeempfehlungen, Beratung von Leitbetrieben und Beratungsrundbriefe. Nicht zuletzt soll auch das Interesse der landwirtschaftlichen Betriebe am Abschluss von Verträgen zur Umsetzung von Agrarumweltmaßnahmen geweckt werden.
Anfang November 2012 fand ein Feldtag zum Anbau von Zwischenfrüchten statt. Hier wurden den anwesenden Landwirten verschiedene Zwischenfrüchte vorgestellt und über die unterschiedlichen Anbaumöglichkeiten diskutiert. Dabei zeigte sich, dass das Interesse am Zwischenfruchtanbau, auch durch die Initiative von Rhönsprudel, gestiegen ist und somit ein Beitrag der Landbewirtschafter zum Gewässerschutz geleistet wird.
Nähere Informationen zum Beratungsprojekt und den Maßnahmenraum sind auch im Internetportal www.schnittstelle-boden-wrrl-hessen.de zu finden.