Fulda. Im September 2012 hatte die Fuldaer Politikerin Margarete Ziegler-Raschdorf als Beisitzerin im Landesvorstand der CDU Hessen den Antrag eingebracht, auf Bundesebene die Einrichtung eines „Nationalen Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ zu erwirken. Dieser Antrag war vom CDU-Landesvorstand begrüßt und einstimmig verabschiedet worden und wurde anschließend dem CDU- Bundesparteitag zur Beratung vorgelegt. Ziegler-Raschdorf teilt nunmehr ihre Freude darüber mit, dass der Antrag der CDU – Hessen am 4. Dezember 2012 von der CDU – Deutschlands auf ihrem 25. Bundesparteitag in Hannover einstimmig verabschiedet und mit folgender Formulierung beschlossen wurde:
Die CDU Deutschlands spricht sich für die Einrichtung eines „Nationalen Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ aus. Die CDU Deutschlands bittet die CDU / CSU – Bundestagsfraktion, im Bundestag einen Beschluss zur Einrichtung eines „Nationalen Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ herbeizuführen.
„Flucht und Vertreibung von 14 Millionen Deutschen aus den Ostgebieten nach dem Zweiten Weltkrieg bedürfen eines eigenen Gedenktages“, betont die Fuldaer Politikerin. Ein solcher Gedenktag solle ausdrücken, dass Flucht und Vertreibung nicht nur für die davon Betroffenen eine traurige Bedeutung habe, sondern Teil der Geschichte aller Deutschen und Teil der europäischen Geschichte sei. Schon lange hofften die Vertriebenen auf einen solchen Gedenktag. Er sei angesichts der ungeheuren Dimension und der traumatisierenden Auswirkungen von Flucht und Vertreibung angemessen und mehr als 60 Jahre nach dem Krieg überfällig. „Die Einrichtung eines Nationalen Gedenktages käme als Geste des Verstehens gegenüber der Erlebnisgeneration für diese gerade noch zur rechten Zeit. Er hätte auch die Aufgabe, die schlimmen Ereignisse und ihre Folgen im kollektiven Gedächtnis zu bewahren“. Wie Ziegler – Raschdorf hervorhebt, solle sich der Gedenktag nicht ausschließlich auf die deutschen Opfer beziehen, sondern ein Tag des Gedenkens für alle Flüchtlinge und Vertriebenen weltweit darstellen.
Margarete Ziegler-Raschdorf, die sich als Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für die Interessen der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler einsetzt, hofft nunmehr, dass der Beschluss der CDU – Deutschlands zügig umgesetzt und ein entsprechender Antrag im Deutschen Bundestag zur Abstimmung gebracht wird.