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Duale Ausbildung im Visier – Chinesische Berufschullehrer zu Besuch bei R+S

Fulda. In einem Land, in dem jede Berufsschule für Elektroniker zwischen 2.000 und 16.000 Schüler zählt, findet Ausbildung in ganz anderen Dimensionen statt, als in Deutschland. Duale Ausbildung ist in China ein Fremdwort: Für drei Jahre verschwinden die Lehrlinge in den Fachschulen, die sie mit einem Abschluss verlassen, der sie theoretisch zu allem befähigt – ihnen fehlt allerdings jede praktische Erfahrung.

Entsprechend spannend war es für eine Gruppe chinesischer Berufsschullehrer, die sich derzeit das Ausbildungssystem in Deutschland näher anschaut, bei einem Besuch der R+S-Gruppe in Fulda zu erfahren, wie nachhaltig, engagiert und individuell hier ausgebildet wird. Neben der dualen Ausbildung mit Praxiserfahrungen  am Arbeitsplatz, auf speziellen Azubi-Baustellen und dem theoretischen Teil in der Berufsschule nehmen die Auszubildenden bei R+S so früh wie möglich an interne Fortbildungen oder Schulungen externer Partner teil.

Zugleich werden herausragende und ambitionierte Auszubildende frühzeitig vom Unternehmen auf ihrem beruflichen Karriereweg begleitet. Der Meisterkurs nach der Gesellenprüfung und weitere Fortbildungen unterstützt R+S beispielsweise finanziell. Zusammen mit dem betrieblichen Versorgungskonzept (Krankenzusatzversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und Betriebliche Altersvorsorge) sind die Ausbildungsplätze bei R+S für junge Menschen deshalb ausgesprochen attraktiv.

Herbert Schneider, elf Jahre als Aufsichtsratsmitglied der R+S solutions Holding AG und heute als externer Berater tätig, hatte die Besucher begrüßt und das Unternehmen vorgestellt, das durch seine Expansion permanent auf der Suche nach neuen Fachkräften ist. „Die Mitarbeiter“, so Schneider, „werden von uns natürlich am liebsten selbst ausgebildet. Allerdings ist der Bedarf so hoch und der Fachkräftemarkt in Deutschland so leergefegt, dass wir jetzt auch nach diesen Fachkräften im Ausland suchen.“

Die chinesische Gruppe führt – im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie weiterer Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in ihrer Heimat – Fortbildungsprogramme für Fach- und Führungskräfte in den Bereichen Elektrotechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Erneuerbare Energien und Umwelttechnik durch. Hierfür hatten sie sich zuletzt auch im Bildungs- und Technologiezentrum für Elektro- und Informationstechnische Beruf (BZL) in Lauterbach informiert.

 

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