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Richtfest für den Erweiterungsbau der Kreuzkirche in Fulda

Fulda. Mit dem Richtfest erreicht die Kreuzkirche in Fulda einen weiteren Etappenschritt in ihrer Erweiterungsbauplanung. Manche halten die Verdopplung der Kirchenraumfläche für verrückt, andere für mutig, für den Pfarrer ist es beides und noch mehr: „Der Anbau ist verrückt und mutig, aber auf jeden Fall notwendig!“ Seit Bau der Kirche in 1964/1965 hat sich die Gemeindegröße mehr als versiebenfacht. 300 Gemeindeglieder von damals sind auf gut 2329 Seelen gewachsen. Da braucht man nicht nur für die Feiertage größere Raummöglichkeiten, sondern auch Gemeinderäume, die beispielsweise derzeit 32 Konfirmanden fassen.
Pfarrer Stefan Bürger begrüßte zum Richtfest vor allem die Bauhandwerker, insbesondere der Firma Hodes, die hervorragende Arbeit geleistet hätten. „Herr Hodes, Sie sind uns ein Stück an Herz gewachsen, bei den wöchentlichen Baubesprechungen hier vor Ort“, meinte der Pfarrer und erntete das Nicken des Bauauschusses der Kreuzkirchengemeinde.

Das Richtfest markiert die weitgehende Beendigung der Rohbauarbeiten für den 200 m² großen Anbau des Kirchen- bzw. Gemeinderaums. Damit vergrößere man den Kirchenraum um das Doppelte der Sitzplätze, womit die Gemeinde in Hessen wohl ein Alleinstellungsmerkmal besitze. Die Kosten von rund 750.000 € werden mit 180.000 € von der Landeskirche getragen. Den Rest finanziert die Gemeinde über ihren Förderverein durch Darlehensaufnahme, über Spenden, die inzwischen schon  in Höhe von 125.000 € geflossen sind, sowie über Rücklagen. Für die Dachsanierung in Höhe von 83.000 € habe man schon 25.000 € gesammelt, sei aber noch weiter auf Spenden angewiesen: „Meine Kirche – ein Stück Dach von mir!“ so prangt es groß am Kirchturm.

Kirchenbaudirektor Michael Frede, der aus Kassel gekommen war, hat das Projekt schon ein Jahrzehnt begleitet: „Es ist auch für mich etwas Besonderes bei einem Richtfest anwesend zu sein, was es heutzutage so gut wie nicht mehr bei Kirchenbauten gibt.“ Oberbürgermeister Gerhard Möller lobte den Mut der Gemeindeleitung und freute sich, dass durch das neue Baugebiet, Fulda-Galerie, vom Stadtrand in die Mitte rücke.

Ein weiterer Etappenbaustein markiert ein Scheck von Guido Karl Prinzhorn von Atrium-Immobilien. Er spendet knapp 5 m² Dach in Höhe von 1.500 €. Warum? „Ich war hier im Kreuzkirchen-Lauftreff mit dabei. Hier bewegt sich etwas. Da helfe ich gern mit!“ Dass dieser Scheck noch andere Klein- oder Großspender animiert, bleibt der Gemeinde zu wünschen, schon allein wegen ihres Mutes und ihrer Verrücktheit, um Notwendiges zu erreichen.

www.kreuzkirche-fulda.de
Bankverbindung: Evangelische Kreuzkirche Fulda, „Meine Kirche – ein Stück Dach von mir!“ Raiffeisenbank Großenlüder, BLZ 53062035, Kto.Nr. 5746280
Spenden an den Förderverein auch online möglich:
http://www.spendenportal.de/main/org.php?projekt_id=12837

Fotos: Jonas Müller

Gruppe: v.l. Bauunternehmer Hans Hermann Hodes, stv. Kirchenvorstandsvorsitzender Jens Czapek, Kirchenbaudirektor Michael Frede, IHK Präsident und Kreuzkirchenmitglied Bernhard Juchheim, Vorarbeiter Steffen Riedl, Oberbürgermeister Gerhard Möller, Pfarrer Stefan Bürger, Architekten Thomas Meyer und Stefanie Hartung und Bauleiter Achim Rehbein.

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