Fulda. Die ÜWAG reagierte heute auf die Nachricht der Projektgesellschaft Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co KG, dass sich der Netzanschluss des Windparks, an dem die ÜWAG zu 6,15 % beteiligt ist, um mehrere Monate verzögere. Der kommunale Versorger bekräftigte erneut, dass auch diese Verzögerung nichts an den rechtlichen Verpflichtungen der ÜWAG als Teilhaber ändere. Das Nachschießen von Kapital sei auch weiterhin ausgeschlossen, die Rendite bleibe positiv.
„Rechtlich ändert sich nichts an den Verpflichtungen der ÜWAG. Wir übernehmen keine weiteren Haftungsrisiken und werden kein weiteres Kapital in das Projekt geben“, erklärte ÜWAG-Vorstand Dipl.-Ing. Günter Bury. Die ÜWAG ist auch weiterhin mit 6,15 % am Windpark und dessen Erträgen beteiligt. „Ich rechne bei diesem Projekt weiterhin mit einer guten Rendite.“
Trianel erhebt Schadenersatzklage
Der verantwortliche Netzbetreiber Tennet teilte der Trianel bereits Ende September die erneute Verzögerung beim Netzanschluss des Windparks vor der Küste Borkums mit. Wie nahezu alle Offshore-Projekte ist auch der Trianel Windpark Borkum von Verzögerungen beim Netzanschluss betroffen. Trianel hat deswegen eine Schadenersatzklage gegen den Verursacher der Verzögerung, den Übertragungsnetzbetreiber Tennet, eingereicht.
Stadtwerke und kommunale Energieversorger beteiligen sich gemeinsam mit Trianel aktiv an der Energiewende und investieren rund zwei Milliarden Euro in Offshore- und Onshore-Windparks, flexible konventionelle Kraftwerke sowie Wasserspeicherkraftwerke zum Ausgleich der durch die Erneuerbaren Energien verursachten Leistungsschwankungen.