Wächtersbach. Im Innenhof hinter „Uli´s Obst- und Gemüsekiste“ traf sich an diesem Tag ganz Wächtersbach – das hätte man beim Herbstmarkt in der Wächtersbacher Altstadt denken können, denn in besagtem Innenhof gab es den ganzen Tag fast kein Durchkommen, so viele Menschen wollten den Beitrag der Wächtersbacher Pfadfinder vom Stamm St. Bonifatius zum diesjährigen Herbstmarkt genießen.
Und zu genießen gab es da reichlich: die schon traditionelle Kürbissuppe ebenso wie die schon legendären Kürbisbratlinge fanden reißenden Absatz, die Flammkuchen waren heiß begehrt, die Pfadfinder, die leckere Crêpes produzierten, kamen fast nicht nach und das von vielen Eltern bestückte, phantastische Kuchenbuffet nahm rasend schnell ab. Zusammen mit einer Tasse Kaffee aus fairem Handel ließ sich der Kuchen unter dem großen Jurtendach bei wunderschönem Wetter aber auch vortrefflich verspeisen.
„Wir haben in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf die Vermeidung von Müll gelegt und deswegen vermehrt Mehrweggeschirr verwendet,“ zeigt sich Stammesvorstand Henning Janssen zufrieden. „So können unsere Gäste nun auch noch alles mit einem deutlich besseren Gewissen genießen.“
Auch selbstgekochte Kürbismarmelade in verschiedenen Variationen und herbstliche Basteleien der Wölflinge wurden angeboten und von den Besuchern gerne mit nach Hause genommen. „Wir sind sehr zufrieden“, zieht Stammesvorstand Markus Leis Bilanz, „viele Pfadfinder und Eltern haben mitgeholfen, von den ganz kleinen bis hin zu den ehemaligen. So haben wir ordentlich etwas erwirtschaften können, was dann wieder den Gruppen und der Stammesarbeit zugutekommt.“
Einen Wehrmutstropfen gibt es allerdings, und der ist gar nicht so klein: ein Teil der Einnahmen aus dem Herbstmarkt fließt in das Stammeslager, das im Sommer in Österreich stattfand, und das aus einem bestimmten, unschönen Grund. „Wächtersbach dürfte die einzige Gemeinde im Kreis sein, in der es keine feste Förderung von Freizeiten und Veranstaltungen von Jugendverbänden gibt“, erzählt Markus Leis schulterzuckend. „Eine Förderung ist Glückssache – und Glück hatten wir wohl dieses Jahr nicht.“ Dies sei eine Situation, die so nicht hinnehmbar sei, und so will sich der Stamm dafür einsetzen, dass sich in Wächtersbach in dieser Sache bald etwas ändert.
Weitere Infomationen zur Arbeit der DPSG St. Bonifatius Wächtersbach sind unter http://www.stamm-bonifatius.de/ zu finden.
Der Stamm St. Bonifatius Wächtersbach ist mit seinen über 100 Mitgliedern Teil der DPSG im Bistum Fulda, in der über 1000 Pfadfinder in 21 Stämmen aktiv sind. Die DPSG ist mit 95.000 Mitgliedern der größte katholische Pfadfinderverband in Deutschland. Sie ist Mitglied im Weltpfadfinderverband (WOSM), im Ring deutscher Pfadfinderverbände (RdP) und im Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ). In Der DPSG werden der Geist und die Traditionen der weltweiten Pfadfinderbewegung gelebt und erlebt. Die DPSG versteht sich als ein Verband, der den Mitgliedern die Möglichkeit gibt, mit Gleichaltrigen selbstverantwortlich und engagiert in Gruppen zusammen zu leben. Die Wölflinge (7 bis 10 Jahre) entdecken und gestalten ihren Alltag. Die Jungpfadfinder (10 bis 13 Jahre) erleben gemeinsam den Beginn der Jugend. Pfadfinder (13 bis 16 Jahre) wagen es, ihren eigenen Weg zu gehen. Rover (16 bis 20 Jahre) sind unterwegs, erkunden die Welt und packen Probleme an. Begleitet werden die Kinder und Jugendlichen durch erwachsene Leiterinnen und Leiter.