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Kreis im Dialog mit der Liga der Freien Wohlfahrtspflege

Vogelsbergkreis. „Sie können sicher sein: es wird ein vernünftiges Miteinander zwischen der Kreisverwaltung und der Liga.“ Dies sagte Landrat Manfred Görig (SPD), der vor wenigen Tagen gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Peter Zielinski (Bündnis90/DieGrünen), die Liga der Freien Wohlfahrtspflege im Vogelsberg im Kreishaus in Lauterbach zu Gast hatte. Für den Landrat ist klar: Bei der Bewahrung der sozialen Sicherheit schafft der Landkreis die Herausforderung nicht alleine. Es sei notwendig, die Fachlichkeit der Verwaltung mit der in den Verbänden „zusammenzuwerfen“.
Alle Gesprächsteilnehmer waren sich einig: Prävention ist nicht ausschließlich ein humanitärer Denkansatz. Vorbeugende, passende und nachhaltig angelegte Hilfen seien letztlich Teil der Konsolidierungspolitik im Bereich der extrem knappen Kreisfinanzen.

Die Sprecherin der Liga, Renate Loth (Caritas), machte deutlich, dass die fünf Verbände innerhalb der Liga auch ein Wirtschaftsfaktor für die Region seien. 1700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiteten mit einem Budget von 87 Millionen Euro pro Jahr im Vogelsbergkreis. 12 Prozent aller Ausbildungsplätze im Vogelsberg würden von den fünf Verbänden gestellt. Zur Liga zählen: die Arbeiterwohlfahrt, der Caritasverband, das Diakonische Werk, das Deutsche Rote Kreuz und der Paritätische Wohlfahrtsverband. Die Liga im Vogelsberg besteht seit 2005. Wesentliches Ziel: den Menschen das Leben wertvoll erhalten.

Der stellvertretende AWO-Kreisvorsitzende Bernhard Bender machte deutlich, dass die gemeinsam angestrebte Sozialplanung kein einzelnes Projekt, sondern ein fortwährender Prozess sei. Ständig im Gespräch zu bleiben sei oberstes Gebot. Landrat Görig fügte zustimmend hinzu, Sozialplanung sei auch ein Handlungsfeld im großen Demografieprojekt MORO, das in seinem Haus bearbeitet werde.

Im Bereich der Jugendpolitik ist es für Landrat Görig und Ersten Kreisbeigeordneten Zielinski gleichermaßen wichtig, „keinen zurückzulassen“. Die neue Kreispolitik setze auf Prävention und auf wirkungsorientierte Jugendhilfe sowie auf schulbezogene Jugendsozialarbeit, die nun erstmals kreisweit angeboten werden könne. Dabei sei es richtig, so Landrat Görig, über die Schule hinaus zu denken, das gesamte Lebensumfeld, also auch Familie und Freizeit, der jungen Menschen „am Stück“ zu betrachten, um bei Bedarf wirksam unterstützen zu können.

Für das kommende Jahr ist ein gemeinsam organisierter Workshop zum Thema Sozialplanung vorgesehen. Der Koordinator für soziale Dienste im Amt für soziale Sicherung, Hans Dieter Herget, machte in diesem Zusammenhang auf den Start des Sozialatlas mit Daten aus der Region im Internetauftritt der Kreisverwaltung aufmerksam. Auch dieses Projekt sei als dynamischer Prozess anzusehen. Der Kreisausschuss wird im Forum Sozialplanung zukünftig durch den Ersten Kreisbeigeordneten Peter Zielinski vertreten sein.

www.vogelsbergkreis.de – Ressort „Soziale Sicherheit und Gesundheit“.

Das Foto zeigt von links Martina Heide-Ermel, die neue Chefin des Diakonischen Werks, Christa Wachter (Diakonie), Renate Loth (Caritas), Hans Dieter Herget (Amt für soziale Sicherung), Bernhard Bender (AWO), Monika Stein (DRK), Dagmar Scherer (Jugendamt), Landrat Manfred Görig und Ersten Kreisbeigeordneten Peter Zielinski. Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis

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