Fulda. Auf ihrer Mitgliederversammlung haben die Liberalen im Wahlkreis Fulda (174), der neben dem Landkreis Fulda auch einen Teil des Vogelsbergkreises umfasst, mit großer Mehrheit Mario Klotzsche zum Direktbewerber der FDP für die Bundestagswahlen im nächsten Jahr gewählt. Für den 35jährigen Historiker aus Flieden stimmten 90 Prozent der Anwesenden. Klotzsche ist Regionalbeauftragter für Osthessen der FDP Fraktion im Hessischen Landtag und Lehrbeauftragter an der Hochschule Fulda. In der Region ist er als Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag Fulda und Beigeordneter der Gemeinde Flieden bestens vertraut.
Klotzsche will sich in Berlin für die Interessen der ländlichen Regionen einsetzen. „Viele Gesetze aus Berlin oder Brüssel gehen an der Lebenswirklichkeit der Menschen bei uns vorbei“, so Klotzsche. Mit dem Zustand der Europäischen Union zeigte sich Klotzsche insgesamt unzufrieden. „Ich bin wirklich ein Freund der europäischen Idee, aber ich finde es schlimm, was daraus gemacht wurde. Es kann nicht sein, dass die EU nicht in der Lage ist wirklich wichtige Dinge wie die Stabilität des Euros sicherzustellen oder der massiven Staatsverschuldung in Südeuropa zuschaut, aber die Bürger mit sinnlosen Verordnungen wie dem Glühlampenverbot oder der Eigenkontrollverordnung mit der Kontrollpflicht der Kanalanschlüsse von Häusern drangsaliert.“, so Klotzsche weiter.
Für Klotzsche ist die Zukunft des Euros das zentrale Wahlkampfthema. „Bei der nächsten Bundestagswahl stimmen die Bürger auch über die Zukunft des Euros ab. FDP und CDU stehen für eine stabile, sichere Währung. Wir sind gegen eine Schuldenunion, gegen Euro-Bonds und wir erwarten von den Krisenländern mehr Anstrengungen selbst aus der Krise herauszukommen. SPD und Grünen sind dagegen für eine dauerhafte Transfer- und Schuldenunion, für Euro-Bonds und wollen den Krisenstaaten im Süden noch mehr deutsche Steuergelder zur Verfügung stellen. Diesen Unterschied müssen die Bürger kennen, wenn sie zur Wahl gehen“, so Klotzsche.
Die Währungsstabilität ist die Schlüsselfrage auch für alle anderen Bereiche. „Ohne stabile Währung, keine gesunde Wirtschaft, keine Jobs, keine Betragszahlungen für Gesundheit und Rente. Was nützen den Bürgern Rentenansprüche, die wegen der Inflation nichts mehr Wert sind? Wie sollen die Menschen noch für das Alter sparen, wenn es wegen der Politik des billigen Geldes keine Zinsen mehr gibt und die Inflation Zinsen einfach auffrisst? Da hilft die Mindestrente von 850 Euro nicht weiter. “, so Klotzsche abschließend.