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Landkreis Fulda und Grümel gGmbH arbeiten seit 20 Jahren bei Entsorgung elektrischer Geräte zusammen – Am 16. September „Tag der offenen Tür“

Fulda. Seit 20 Jahren sammelt und entsorgt die Abteilung Elektrogeräte-Recycling der Grümel gGmbH im Auftrag des Landkreis Fulda alte Elektrogeräte. Zurzeit sind dort 28 Mitarbeiter beschäftigt. Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Personen, die vom Kreisjobcenter vermittelt wurden, werden hier zeitlich befristet gefördert und qualifiziert.

Der Leiter der Abfallfallwirtschaft beim Landkreis Fulda, Claus Blachnik, führt aus, dass Grümel bereits in 1992 im Auftrag des Landkreises Fulda begonnen habe, alte Kühl- und Gefriergeräte einzusammeln. Diese mussten wegen des enthaltenen umweltschädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffs (FCKW) in speziellen Entsorgungsanlagen fachgerecht entsorgt werden. 1995 kamen zu den Kühlgeräten auch die anderen großen Haushaltsgeräte hinzu (sog. „Weiße Ware“). Bürger, die alte Herde, Wasch- und Spülmaschinen sowie Kühltruhen loswerden wollten, konnten sich bei ihrer Stadt-/Gemeindeverwaltung melden. Ein Grümel-Transporter fuhr dann die entsprechenden Haushalte an.

Während Kühlschränke heute an andere Entsorgungsunternehmen weitergeleitet werden, kümmern sich die Mitarbeiter von Grümel nun auch darum, Waschmaschinen, Trockner oder Elektroherde in Einzelteile zu zerlegt und die einzelnen Materialien möglichst hochwertig zu verwerten. Parallel dazu wurde eine eigene Werkstatt eingerichtet, um noch reparable Altgeräte wieder funktionstüchtig zu machen und sie im angeschlossenen Gebrauchtmöbelmarkt zu verkaufen. Dies bietet für die Mitarbeiter von Grümel ein zusätzliches Qualifikationspotenzial. Sie lernen den Aufbau diverser Geräte kennen und werden fachlich angeleitet, diese eigenständig wieder funktionstüchtig zu machen.

Die ebenfalls in 1992 eingeführte Altmetallsammlung durch Grümel im Rahmen der Sperrmüllabfuhrerfasste teils bis über tausend Tonnen Altmetalle pro Jahr. Mit dem Anstieg der Schrottpreise wurde die Altmetallsammlung für gewerbliche und private Sammler aber so interessant, dass das Aufkommen der öffentlichen Sammlung immer weiter zurückging. Diese war schließlich wirtschaftlich nicht mehr durchführbar und musste in 2002 aufgegeben werden

Stattdessen wurde die Haushaltsgroßgerätesammlung nochmals erweitert. Die Bürger können jetzt alle großen Geräte (auch sog. „Braune Ware“ wie Fernsehgeräte und Computermonitore) bei ihrer Stadt-/Gemeindeverwaltung zur Entsorgung anmelden und von Grümel abholen lassen. Für kleine Geräte wie Rasierer, Fön, Radio, Videorekorder, Hifi-Anlagen, Bügeleisen, Toaster, Staubsauger, Bohrmaschinen und ähnliche Geräte wurden Abgabemöglichkeiten an den Wertstoffhöfen eingerichtet, die ebenfalls regelmäßig über Grümel entsorgt werden.

Nach Angaben von Grümel Geschäftsführer Matthis Kraft werden inzwischen jährlich rund 1.800 Tonnen Altgeräte gesammelt, allein rund 7.500 Kühlschränke. Auf die letzten 20 Jahre gerechnet sind dies über 140.000 Geräte. Grümel ist zwischenzeitlich als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert und sammelt heute im gesamten Landkreis mit drei Fahrzeugen alle elektrischen und elektronischen Altgeräte ein und führt sie einer fachgerechten Entsorgung zu. Zusätzlich können Bürger Altgeräte auch direkt an der Annahmestelle von Grümel in der Steubenallee (montags bis donnerstags 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr, freitags bis 12.30 Uhr) abgeben.

Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der Abteilung Elektrogeräte-Recycling lädt Grümel am Sonntag, 16. September, zum „Tag der offenen Tür“ ins Grümel-Zentrum, Steubenallee 6, in Fulda ein. Von 10 bis 17 Uhr können Interessierte die Werkstätten besichtigen, Tischlerei, Elektrogeräte-Recycling und Gebrauchtmöbelmarkt kennen lernen und sich über die Ausbildungsabteilungen Elektroniker und Anlagenmechaniker informieren.

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