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Verein „Eine Schule für Alle! in Fulda e.V.“ hat noch viel zu tun – Inklusion an Schulen geht schleppend voran

Fulda. „Es gibt noch viel zu tun!“ Zu dieser Erkenntnis kamen die Mitglieder des Vereins „Eine Schule für Alle! in Fulda e.V.“ auf der zweiten Mitgliederversammlung am 17.08.2012. Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Bereich „schulische Bildung“ geht im Landkreis Fulda nur sehr schleppend voran. Die Vereinsmitglieder bedauern und kritisieren, dass es nach wie vor keinen Aktionsplan zur Schaffung eines inklusiven Schulsystems im Landkreis gibt, wie es von der UN-Behindertenrechtskonvention gefordert wird. Es hat den Anschein, dass lediglich der Begriff „Integration“ durch „Inklusion“ ersetzt wird, ohne aber die entsprechenden notwendigen strukturellen Veränderungen vorzunehmen.

Im Berichtsjahr fand die Arbeit des Vereins zu großen Teilen in zwei Arbeitskreisen statt. Im Arbeitskreis ‘Öffentlichkeitsarbeit’ wurde ein Konzept für einen Schulwettbewerb zum Thema „Vielfalt“ entwickelt, mit dem der Verein Kinder zu Wort kommen lassen möchte. Der Arbeitskreis ‘Schulen’ hat ein Fortbildungskonzept für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte erarbeitet und bereits Fortbildungen durchgeführt.

Auf politischer Ebene hat der Verein durch Gespräche mit Vertretern von Politik und Schulämtern auf Veränderungen hingewirkt sowie an verschiedenen Tagungen teilgenommen, u. a. an der Zukunftswerkstatt  „Perspektive der Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung“, die von Stadt und Landkreis Fulda veranstaltet wurde. Auf Anfrage war der Verein auch beratend tätig.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde turnusgemäß ein neuer Vorstand gewählt. Der 1. Vorsitzende Christian Brandt verabschiedete die bisherigen Vorstandsmitglieder Anja Zilian, Kristin Schmitt und Michael Möller und würdigte ihre engagierte Arbeit. Sie haben dazu beigetragen, den Verein im Landkreis bekannt zu machen und die Vereinsarbeit inhaltlich weiterzuentwickeln. Als zweite Vorsitzende wurde Ines Homburg gewählt, die jetzt gemeinsam mit Christian Brandt den zweiköpfigen Vorstand bildet.

Der Verein wird weiterhin über die Chancen eines inklusiven Schulsystems für alle Kinder informieren und die notwendigen politischen Schritte einfordern. Dieses System ist nur zu erreichen, wenn sich das Verständnis von Schule und Lernen grundsätzlich verändert, damit jeder Schüler die Möglichkeit hat, überwiegend nach seinen Bedürfnissen zu lernen. Dass dies machbar ist und erfolgreich umgesetzt werden kann, beweisen inzwischen zahlreiche Schulen in Deutschland. Der Verein wird voraussichtlich im Herbst eine Veranstaltungsreihe starten, in der einige dieser Schulen vorgestellt werden. LehrerInnen und SchulleiterInnen werden über ihre Erfahrungen berichten und Workshops für interessierte Lehrkräfte aus dem Landkreis gestalten.

 

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