Fulda, Wiesbaden (cif). Anfang Juli hatte das Hessische Kabinett dem Hessischen Aktionsplan zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen (UN) über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zugestimmt. In einer Presseerklärung kündigte Sozialminister Stefan Grüttner damals an, den umfassenden Aktionsplan am 17. August – am „Tag der Menschen mit Behinderungen“ im Hessischen Landtag der Öffentlichkeit vorzustellen.
Die Caritas im Bistum Fulda, so erklärt Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch aus diesem Anlass, freue sich, dass Hessen so offensiv das Thema „Inklusion“ angehe. Unter dem Motto „Kein Mensch ist perfekt“ waren für die Caritas die Schaffung einer inklusiven Gesellschaft für alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, sowie die Beseitigung von tatsächlichen Barrieren und den Barrieren in den Köpfen der Menschen bereits im Jahr 2011 großes Kampagnenthema. Insofern sei man gut aufgestellt, um das Konzept der Landesregierung voll zu unterstützen.
In den Einrichtungen der Caritas selbst wird im Zuge der Inklusion die Umsetzung von selbstbestimmter Teilhabe als wesentlich angesehen und auch konsequent praktiziert. Zudem strebt die Caritas für jede Einrichtung eine Einbindung in das Umfeld, also die jeweilige Kommune beziehungsweise den Stadtteil an. „Schon lange“, betont Caritasdirektor Juch, „sind unsere Einrichtungen keine isolierten Institutionen mehr, sondern mit ihren differenzierten Wohn- und Beschäftigungsangeboten für die Inklusion gut vorbereitet!“ Die Überwindung von Behinderung der Menschen, die im Stadtteil oder der Kommune wohnen, sei nach Ermessen der Caritas ein gesellschaftlicher Auftrag, den alle Bürgerinnen und Bürger leisten müssen. Insofern, so Juch, sei ein umfassender Aktionsplan für Hessen die richtige Herangehensweise, um den Gedanken der Inklusion immer weiter zu verbreiten und die von Deutschland ratifizierte UN-Behindertenrechtskonvention voll umzusetzen.
Ansätze zur Realisierung einer inklusiven Gesellschaft werden seitens der Fachgremien im Caritasverband besonders in den Lebensbereichen Bildung, Wohnen und Arbeit gesehen und vorangebracht.