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Sucht-Präventionsworkshop für Azubis und Praktikanten – GWV und BBG kooperieren mit Caritas und Diakonie

Fulda. „Prev@WORK“ ist der Titel einer bundesweiten Suchtpräventions-Kampagne, die sich an junge Menschen in der Berufsausbildung richtet. In Zusammenarbeit mit Caritas und Diakonie luden die Gas- und Wasserversorgung Fulda (GWV) und ihre Tochtergesellschaft für den Bäderbetrieb, die BBG, alle Auszubildenden und Jahrespraktikanten zu einem zweitägigen Seminar zur Gewinnung von Risikokompetenz zu Suchtmitteln und Suchtverhalten ein.

„Suchtprävention, eingebettet in die betriebliche Gesundheitsförderung, ist ein wichtiger Weg zur Verbesserung von Wissen über Sucht und Sucht-Gefährdung und damit eine Investition in Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter“, beschreibt Amaya Mendizábal von der GWV-Personalabteilung, die alle Azubis und Praktikanten des Unternehmens betreut, die Beweggründe für das betriebliche Engagement. Michael Wastl, Betriebsratsmitglied und Suchtbeauftragter bei GWV, hatte das Angebot von Caritasverband und Diakonie aus dem Arbeitskreis der regionalen Unternehmens-Suchtbeauftragten aufgenommen und gemeinsam mit der Personalabteilung und Jugendvertreterin Natascha Wahl das Seminar bei GWV organisiert.

Wissensvermittlung und Reflektion

Den 21 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vermittelten die  Referenten – Tina Wienröder, Diplom-Sozialpädagogin von der Fachstelle für Suchtprävention der Diakonie Fulda und Burkhard Klug, Diplom-Sozialpädagoge und Erlebnispädagoge von der Fachstelle für Suchtprävention des Caritasverbandes für die Regionen Fulda und Geisa e. V. – Wissen zu Suchtmitteln, süchtigen Verhaltensweisen, zur rechtlichen Situation und zu konkreten Hilfeangeboten.

Schwerpunkt des Seminars waren die Entstehung von Sucht und Abhängigkeit sowie die Auseinandersetzung mit individuellen Schutz- und Risikofaktoren. So reflektierten die jungen Leute ihre persönliche Haltung zu Suchtmitteln und süchtigen Verhaltensweisen und informierten sich über Möglichkeiten der Intervention. Auch die aktuelle Lebenssituation mit Wünschen, Perspektiven und Lebenszielen wurde  beleuchtet – und gezeigt, wie Suchtmittelkonsum diese zerstören kann.

Alkohol, Zigaretten, illegale Drogen wie Cannabis, die besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen Anklang finden, aber auch Medikamentenmissbrauch, exzessive Nutzung von Internet und Computerspielen können sich, wie andere Verhaltenssüchte auch, negativ auf die berufliche Leistungsfähigkeit auswirken. Überdurchschnittlich sind junge Menschen betroffen – also Menschen, die sich häufig noch in der Berufsausbildung befinden.

Aktuelle Erkenntnisse dienen der Gesundheitsförderung

„Prev@WORK berücksichtigt aktuelle Erkenntnisse zur Suchtgefährdung. Gruppenarbeit und Interaktion machen das Programm attraktiv“, sagt GWV-Suchtbeauftragter Michael Wastl. So werden die Ziele des Programms erreicht: Verhinderung sozialer und gesundheitlicher Probleme der Auszubildenden, Vermeidung straffälligen Verhaltens und unnötiges Scheitern der Ausbildung.

„Sucht und Abhängigkeit dürfen im Betrieb kein Tabu sein. Sucht-Prävention ist heute Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung, des Arbeitsschutzes, der Personalfürsorge und eine zukunftsorientierte Investition in die Gesundheit, Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit unserer Beschäftigten“, unterstreicht GWV-Geschäftsführer Martin Heun, der das Engagement von Suchtbeauftragtem und Personalabteilung auf diesem Feld ausdrücklich unterstützt.

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