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Tausche Hotelzimmer gegen Gastfamilie

Wiesbaden. Wenn es am schönsten ist, vergeht die Zeit wie im Flug ‒ dieses Gefühl kennt jeder, der schon einmal Urlaub gemacht hat. Die vielen Eindrücke der neuen Umgebung, das Klima und die exotischen Speisen wirken überwältigend, machen aber vor allem neugierig und Lust auf mehr. Um ein Land mit all seinen Facetten zu verstehen, reichen die Ferien jedoch nicht aus. „Nach fünf Monaten hatte ich das Gefühl, richtig angekommen zu sein“, erzählt Kristin. Und auch Jonathan weiß, „nur wenn man in einem Land lebt, zur Schule geht und seine Sprache kennt, versteht man es“. Beide sind ehemalige Austauschschüler, die mit der gemeinnützigen Austauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. ein Schuljahr im Ausland verbracht haben.

Tourist sein kann man ein Leben lang, aber die Möglichkeit, in eine Kultur einzutauchen und den Alltag als Teil einer Familie zu erleben, kommt selten. Wer sie bereits während der Schulzeit ergreift, ist klar im Vorteil. Die Schüler entdecken die Welt und dabei sich selbst, sie lernen Selbstständigkeit und Toleranz und stellen wichtige Weichen für die Zukunft. Denn Fremdsprachen, interkulturelle Kompetenz und Organisationstalent sind heute unverzichtbar für ein erfolgreiches Berufsleben.

Schüler, die im Urlaub neugierig auf die Welt geworden sind und Gewohntes gegen ein bisschen Abwechslung eintauschen möchten, sind genau richtig bei AFS. Vom 1. September bis zum 31. Oktober können sich interessierte Jugendliche für einen Schulbesuch im Ausland bewerben. Zur Auswahl stehen Programme in rund 50 Ländern, die im Sommer 2013 beginnen. Alle Informationen zu den Schülerprogrammen, zu Stipendienmöglichkeiten und zur Bewerbung gibt es unter 040 399222-0 oder www.afs.de/schueler.

Übrigens: Ein Tapetenwechsel ist mit AFS auch im eigenen Zuhause möglich. Getreu dem Motto ‚Mein Haus ist Dein Haus‘ können Familien, Alleinerziehende und auch Paare ohne Kinder die Welt in vertrauter Umgebung entdecken. „Dank unserer Gastkinder ist unser Leben sehr viel bunter und reicher geworden“, schwärmt die mehrfache AFS-Gastmutter Christine. Wer einem Jugendlichen aus einem fremdem Land die Tür öffnet, lässt frischen Wind in das Familienleben und unterstützt einen jungen Menschen in seiner Entwicklung. Auch für Schüler, die ihre Austauscherfahrung noch vor sich haben, kann ein Geschwisterkind aus dem Ausland die Vorbereitung auf das eigene Abenteuer erleichtern. Mehr Informationen finden Interessierte unter www.afs.de/gastfamilie.

Über AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.

Die deutsche Länderorganisation für Jugendaustausch und interkulturelles Lernen ist Teil des weltweiten AFS-Netzwerks mit mehr als 60 gleichberechtigten Partnern in 50 Ländern. Der Verein arbeitet gemeinnützig und ist Träger der freien Jugendhilfe. Die Zentrale sowie ein Regionalbüro haben ihren Sitz in Hamburg; weitere Regionalbüros gibt es in Berlin, Wiesbaden und Stuttgart. Ziel von AFS ist es, die Entwicklung von interkulturellen Kompetenzen zu fördern und so die weltweite Völkerverständigung zu verbessern. Neben dem Schüleraustausch und dem Gastfamilienprogramm bietet AFS die Teilnahme an Freiwilligendiensten im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich sowie interkulturelle Trainingsmaßnahmen an. Der Verein finanziert sich aus den Teilnahme- und Vereinsbeiträgen, durch Spenden, Stiftungsmittel und öffentliche Gelder. Mit der 2012 gegründeten Tochter InterCultur gGmbH baut AFS seine interkulturellen Trainings- und Beratungsangebote für Mitarbeiter internationaler Teams, Teilnehmer von Kulturaustauschprojekten sowie Lehrer weiter aus.

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