Fulda. Seit über 20 Jahren findet am Klinikum Fulda jeden Montag eine gynäkologisch-interdiziplinäre Tumorkonferenz mit Frauenärzten, Pathologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Onkologen, Nuklear-medizinern und Psychookologen statt. Am vergangenen Montag erfolgte die 1000-ste Tumorkonferenz.
„Die erste Tumorkonferenz am Klinikum Fulda wurde von dem damaligen Chefarzt der Frauenklinik, Prof. Dr. Ewald Göltner, eingerichtet. Seitdem treffen sich regelmäßig alle Chefärzte der verschiedenen Fachdisziplinen des Hauses, um die  bestmögliche Behandlung für den betroffenen Patienten zu diskutieren, d.h. die gebündelte Fachkompetenz sitzt an einem Tisch“, erläutert Prof. Dr. Ludwig Spätling, Direktor der Frauenklinik am Klinikum Fulda. Alle Befunde, einschließlich der intraoperativen Befunde, werden in der wöchentlichen Tumorkonferenz besprochen und eine weitere individuelle Therapie festgelegt. Die Experten des Hauses, die an der Diagnosestellung, der Operation, den weiteren Untersuchungen und Therapiemaßnahmen beteiligt sind, besprechen die Befunde des jeweiligen Patienten miteinander. Die Therapie ist somit ganz speziell auf die Situation des einzelnen Patienten und die bei ihm vorliegende Tumoreigenart abgestimmt.
Im Laufe der Jahre haben sich neben der gynäkologisch-onkologischen Konferenz weitere Tumorkonferenzen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten entwickelt, wie z.B. die gastroenterologisch-chirurgische Konferenz, interdisziplinäre Tumorkonferenz oder die wöchentliche Tumorkonferenz im Rahmen des Prostatazentrums. Alle Tumorkonferenzen dienen der gemeinsamen interdisziplinären Betreuung der Patienten und sind zum Teil von der Landesärztekammer Hessen als Fortbildungsveranstaltungen zertifiziert.