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Agentur für Arbeit Fulda organisiert Telefonaktionstag am 7. März

Fulda. Nach wie vor unterbrechen vor allem Frauen ihre Erwerbstätigkeit, um Kinder zu erziehen oder ihre Angehörigen zu pflegen. Wenn sie nach einer Familienphase wieder ins Berufsleben einsteigen möchten, erhalten sie Unterstützung von der Bundesagentur für Arbeit. Aber noch nicht alle Frauen, die in den Beruf zurückkehren wollen, nehmen diese Möglichkeit wahr.

Um den Anteil erwerbstätiger Frauen zur erhöhen und beim Wiedereinstieg ins Berufsleben zu unterstützen, findet am Mittwoch, 7. März, von 10 bis 15 Uhr unter der Hotline-Nummer, 01801 555 111 (Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min) in allen hessischen Arbeitsagenturen ein Telefonaktionstag statt.

Nach der Nennung des Kennworts: Frauenaktionstag und ihres Wohnorts werden interessierte Anruferinnen aus der Region Fulda direkt an Andrea Kircher, die für sie zuständige Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) der Agentur für Arbeit Fulda, verbunden.

Am Telefonaktionstag können alle Fragen rund um den Wiedereinstieg gestellt werden: zur Rückkehr ins Berufsleben, zu Beschäftigungsmöglichkeiten in Teilzeit, zur Vereinbarkeit von Familie & Beruf und zu den vielfältigen besonderen Unterstützungsangeboten der Agentur für Arbeit für Berufsrückkehrerinnen.

Zum Hintergrund:

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der Erwerbsbeteiligung von Frauen im Mittelfeld. Aber auch mit der Aufstockung von Arbeitszeitvolumen teilzeitbeschäftigter Frauen lassen sich Potenziale erschließen, um für den Arbeitsmarkt die zusätzlich benötigten Fachkräfte und hochqualifizierte Akademikerinnen zu gewinnen. Gelänge es diese Potenziale zu erschließen, entspräche dies in Deutschland 0,4 Millionen bis 0,9 Millionen Fachkräften bei der Erwerbspartizipation und 0,3 Millionen bis 1,2 Millionen Vollzeitäquivalenten durch die Steigerung des Arbeitszeitvolumens von Frauen.

Im Kreis Fulda waren im Jahr 2011 im Jahresdurchschnitt 2.253 Frauen arbeitslos gemeldet. Der Frauenanteil betrug damit 50,1 Prozent. Darunter befanden sich 65 Berufsrückkehrerinnen.

Insgesamt gab es in der Region Fulda zum Stichtag (30.06.11) 79.940 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, darunter waren 34.430 Frauen. 19,4 aller Beschäftigungsverhältnisse waren Teilzeitbeschäftigungen. Den Hauptanteil deckten hier mit  87 Prozent die Frauen ab.

Aus Sicht von Andrea Kircher, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Arbeitsagentur Fulda, eine riskante Entwicklung, denn Frauen setzen somit immer noch bei der Existenzsicherung und der Sicherung des Familieneinkommens allein auf die Erwerbstätigkeit des Partners, ohne ausreichend die eigene Altersvorsorge im Auge zu haben.

Die Agentur für Arbeit Fulda bietet Information und Beratung über die Möglichkeiten der Flexibilisierung der Arbeitszeit und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Beauftragte für Chancengleichheit informiert Arbeitnehmerinnen und  Arbeitgeber über eine sinnvolle Personalpolitik, um zusätzliche Beschäftigungsaufnahmen zu ermöglichen.

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